Musik

Jay Kay fast draufgegangen

Der Space Cowboy hatte starke Drogenprobleme.

Schnelle Autos, schnelle Tanznummern, schneller Erfolg: Das Leben auf der Überholspur hat Jay Kay, Frontmann der Disco-Funk-Formation Jamiroquai, ziemlich mitgenommen. Um dem selbstgewählten Motto „Höher! Weiter! Schneller!“ gerecht zu werden, hatte sich der Ferrari-Liebhaber der Lieblingsdroge aller Egomanen und Workaholics verschrieben – dem Kokain.

Wie der 35-Jährige nun in einem Interview bekannte, hat er seiner Sucht mittlerweile abgeschworen. Während der Vorproduktions-Phase zum aktuellen Album „Dynamite“ hatte der Sänger ein einschneidendes Erlebnis: Drei Tage hintereinander hatte er in selbstzerstörerischer Absicht seine Linien geschnieft. Als er dann zu einer Flasche Tequila griff und diese wie Wasser trank, blickte er zufällig in einen Spiegel. Was er sah, muss ihn ziemlich mitgenommen haben, denn danach sagte er sich: „Ok, das reicht, Zeit aufzuhören.“

Gut drauf, auch ohne Drogen

Erstes Resultat des plötzlichen Lebenswandels war der Track „Hot Tequila Brown“, den er gleich im Anschluss schrieb. Jay Kay ist sich sicher, dass ohne den Horrormoment weder dieser, noch irgendein anderer Song entstanden wäre: „Ehrlich gesagt – wenn ich nicht einen Gang runtergeschaltet hätte, hätte ich wohl kein neues Album gemacht. Ich bin froh, hier zu sein und ich bin wirklich glücklich, noch am Leben zu sein.“

Geschadet zu haben scheint ihm das Licht der Erkenntnis nicht: „Dynamite“, das sechste Studioalbum der Band, gilt als eines ihrer besten.