Die japanische Polizei hat den Entwickler der Tauschbörsen-Software Winny wegen der Förderung von Urheberrechtsverletzungen und Piraterie festgenommen. Dabei handelt es sich um den 33-jährigen Assistenzprofessor an der Universität Tokio, Isamu Kaneko, der sich auch als Experte für 3D-Grafiken einen Namen gemacht hat. Winny ist ein dezentrales P2P-Programm, das die Anonymität seiner Nutzer garantiert und in Japan deshalb große Popularität genießt. Die wahre Identität des Programmentwicklers, der bislang unter dem Pseudonym „47“ agierte, konnten die Strafverfolgungsbehörden über Beiträge auf einem Internetforum ermitteln. Kaneko ist damit einer der ersten Tauschbörsenentwickler weltweit, der mit einer strafrechtlichen Verurteilung zu rechnen hat; ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Bereits Ende 2003 leiteten die japanischen Behörden Verfahren gegen zwei Winny-Nutzer ein und schlossen darüber hinaus eine Website, die die Software zum Download anbot.
Japanischer P2P-Entwickler in Haft
Die japanische Polizei hat den Entwickler der Tauschbörsen-Software Winny wegen der Förderung von Urheberrechtsverletzungen und Piraterie festgenommen.


