Musik

Japanische Labels der Monopolbildung verdächtigt

In Japan müssen sich die führenden Tonträgerfirmen gegen den Vorwurf wehren, andere Unternehmen vom Markt mit Klingeltönen und mobilen Downloads ausgeschlossen zu haben. Die japanischen Wettbewerbshüter durchsuchten deshalb nun die Büros diverser Labels.

In Japan müssen sich die führenden Tonträgerfirmen gegen den Vorwurf wehren, andere Unternehmen rechtswidrig vom lukrativen Markt mit Klingeltönen und mobilen Downloads ausgeschlossen zu haben. Die japanischen Wettbewerbshüter der Fair Trade Commission durchsuchten deshalb die Büros von mehr als zehn Labels. Darunter waren auch die Firmen Sony Music Entertainment Japan, Universal Music, EMI-Toshiba, Avex, Victor Entertainment und Label Mobile. Nach Auskunft des FTC-Beamten Toshihiko Oizumi stehen die betroffenen Firmen unter dem Verdacht, gegen das Kartellrecht verstoßen und japanische Mobilfunkbetreiber daran gehindert zu haben, eigene Klingelton- und Downloadangebote zu etablieren. Der mobile Entertainmentmarkt in Japan wird von Experten auf rund zehn Mrd. Yen oder umgerechnet 75,4 Mio. Euro jährlich geschätzt. Täglich laden die mehr als 82 Mio. japanischen Handy-Besitzer rund 300.000 Songs auf ihre Telefone. Dabei verfügen die Plattenfirmen über die marktbeherrschende Stellung.