Musik

James Brown gestorben

Der Funk- und Soul-Pionier James Brown, einer der einflussreichsten und wichtigsten Sänger, Songwriter und Bandleader des 20. Jahrhunderts, ist am 25. Dezember in Atlanta im Alter von 73 Jahren an Herzversagen gestorben.

Der Funk- und Soul-Pionier James Brown, einer der einflussreichsten und wichtigsten Sänger, Songwriter und Bandleader des 20. Jahrhunderts, ist am 25. Dezember in Atlanta, im US-Bundesstaat Georgia, im Alter von 73 Jahren an Herzversagen gestorben.

Der Künstler, der wie kaum ein anderer die afro-amerikanische Musik Amerikas geprägt hat, kam am 3. Mai 1933 in Barnwell, im Bundesstaat South Columbia, in ärmlichen Verhältnissen zur Welt. Nach Problemen mit dem Gesetz stürzte er sich in eine Musikkarriere. Dabei half er mit, aus dem Gospel den R&B-Stil zu entwickeln, den er in den 60er Jahren dann noch einmal zu Soul und hartem Funk radikalisierte. Dabei gelangen ihm bis in die 80er Jahre Hits wie „Please Please Please“, „Papa’s Got A Brand New Bag“, „I Got You (I Feel Good)“, „It’s A Man’s Man’s World“, „Try Me“, „Out Of Sight“, „Sex Machine“, „Cold Sweat“ oder „Living In America“. Zu seinen wichtigsten Alben gehören die beiden Live-Mitschnitte „Live At The Apollo“ von 1963 und 1968; auch das Genre des amerikanischen Weihnachtsalben revolutionierte er mit sozialkritischen Songs wie „Santa Claus Go Straight To The Ghetto“.

In den 60er Jahren wurde er mit politischen Songs wie „Say It Loud, I’m Black And I’m Proud“ und großem sozialem Engagement zudem zu einer der einflussreichsten Gestalten in der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Auch als Geschäftsmann legte er großen Wert auf Unabhängigkeit und nahm sehr früh die Produktion seiner Musik in eigene Hände. Berühmt war auch seine ekstatische und extravagante Bühnenshow, die ihm den Titel „Hardest Working Man In Showbusiness“ eintrug.

In seiner Band spielten unter anderem der Bassist Bootsy Collins, der Saxophonist Maceo Parker und der Posaunist Pee Wee Ellis, die allesamt erfolgreiche Solokarrieren starteten. Die Musik von James Brown, der oft als „Soul Brother Number One“ oder auch als „Godfather Of Soul“ bezeichnet wurde, beeinflusste Künstler wie Miles Davis, Prince oder Michael Jackson. Seit den Anfängen von HipHop gehörten seine Platten zu den meistgesampelten Quellen.

Er war bis zuletzt aktiv, veröffentlichte neue Musik und war beständig auf Tour. Für die Silvesternacht hatte er ein Konzert in New York geplant.