Musik

Jamba-Spots machen Renner zum Tier

Tim Renner, bis Januar 2004 Chairman/CEO von Universal Music Deutschland, hält Klingeltöne für ein „endliches Phämomen“. Und Jamba-Spots auf MTV und VIVA erträgt er auch nicht mehr.

Tim Renner (39), Geschäftsführer bei Motor und der Plattform für regionale Musikwirtschaft GmbH, steht nicht auf Klingeltöne. Im Interview mit dem Berliner Magazin „TIP“ sagte er: „So sehr ich den Samwer-Brüdern, die ich für clevere Geschäftsleute halte, ihren Erfolg gönne, ist doch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass, wenn ich als friedliebender Mensch mal jemanden auf der Straße niederknocke, es einer ist, der bei Jamba arbeitet. Ich ertrage deren Spots nicht mehr, die quälen mich.“

Ohnehin könne man MTV und Viva kaum noch durchlaufen lassen, „aber spätestens, wenn sich dann zum zehnten Mal dieselbe blöde Klingeltonwerbung mit Nilpferden oder Orgasmustönen wiederholt, werde ich zum Tier.“ Auf das Programm der Popkomm 2004 angesprochen, die vom 29. September bis 1. Oktober erstmals in Berlin gastierte, sagte Renner: „Klingeltöne sind auch dabei, und ich hoffe mal, ein eher endliches Phänomen.“