Musik

Jahrespreise der Schallplattenkritik verliehen

Bei einem Festakt im Berliner Musikinstrumenten-Museum überreichten die Musikkenner vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. ihre diesjährigen Jahrespreise und Ehrenurkunden an Künstler und ihre Labels. Tags darauf bedankten sich zwei Preisträger mit Konzerten.

Alljährlich Mitte November ist es soweit: Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V., ein Zusammenschluss von rund 120 Kritikern, der in seinen vierteljährlichen Bestenlisten herausragende Musik-, Hörbuch- und DVD-Produktionen aus insgesamt 28 Kategorien benennt, verleiht seine Jahrespreise und Ehrenurkunden. Beim diesjährigen Festakt im Berliner Musikinstrumenten-Museum bekamen Ehrenurkunden in Würdigung ihres Lebenswerkes: Thomas Zehetmaier, einst geigendes Wunderkind, heute einer der vielseitigsten Musiker und Dirigenten, die Produzenten Klaus L. Neumann und Barbara Schwendowius sowie Klarinettist, Saxofonist und Komponist Willem Breuker.

Tags darauf bedankten sich zwei Preisträger mit Konzerten: Thomas Zehetmaier spielte zusammen mit Ruth Kilius in einer Matinee „Musikalische Dialoge“, selten gehörte Duos für Violine und Viola von Wolfgang Amadeus Mozart, Béla Bartók und Bohuslav Martinu. Und am Abend des 20. Novembers trat das Willem Breuker Kollektief in der KulturBrauerei auf.

Wie bei den Ehrenurkunden beherrschten Preisträger aus Klassik und Jazz auch das Feld der insgesamt zehn Jahrespreise. Freilich wurden auch zwei Großeditionen aus dem Bereich Blues und Rhythm & Blues ausgezeichnet: Das für derlei ambitionierte Projekte berühmte Label Bear Family Records erhielt eine Urkunde für die elf CDs der Edition „Blowing The Fuse – R&B Classics That Rocked The Jukebox“. Und die Stuttgarter Firma MC One wurde für die sieben DVDs der Edition „The Blues“ geehrt. In der Sparte Kinderhörbuch schaffte es die Produktion „Darf ich bleiben, wenn ich leise bin?“ (Igel-Records/Oetinger) auf die Liste.

Mehr zum Thema