Musik

Jahrespreise der Schallplattenkritik verliehen

Auf starkes Interesse stieß am Sonntag, dem 1. Dezember, die Verleihung der Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik im Rahmen einer festlichen Matinee im Berliner Musikinstrumenten-Museum.

Künstler und Vertreter ihrer Plattenfirmen nahmen die zehn Jahrespreise und die drei Ehrenurkunden entgegen, unter anderem für die Alben Neon Golden von The Notwist (City Slang/Labels Germany), Strange Place For Snow vom Esbjörn Svensson Trio (ACT Music + Vision) und für die Edition der Klavierwerke von John Cage in der Einspielung von Steffen Schleiermacher (MDG/Naxos Deutschland). Schleiermacher spielte ein Cage-Werk auf dem miniaturisierten „Toy Piano“; der kalifornische Klarinettist David Krakauer, dessen Album The Twelve Tribes ausgezeichnet wurde (Label Bleu/EFA), beeindruckte mit einem Klezmer-Kurzkonzert.

Der Cembalist und Hammerklavier-Spieler Andreas Staier erhielt eine Ehrenurkunde, weil er, so die Jury, „in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit seiner umfangreichen Diskographie wesentlich dazu beigetragen“ hat, „dass die Maßstäbe für die historisierende Aufführungspraxis neu definiert wurden.“ Am Vorabend der Preisverleihung stand Staier in einem Gesprächskonzert im Rahmen der Konzertreihe „Alte Musik live“, dem Publikum auch Rede und Antwort.

Als einer der herausragenden Instrumentalisten auf dem Oud, der arabischen Laute, „wie auch als Komponist, der sich mit einer völlig eigenen Klangsprache profiliert hat“, bekam Rabih Abou-Khalil die zweite Ehrenurkunde (Enja Records); die dritte ging an den Stuttgarter Tonmeister Andreas Spreer, Inhaber des Labels Tacet Musikproduktion, der in jüngster Zeit „Pionierarbeit in Sachen DVD-Audio“ (Jury) geleistet hat.

Beim anschließenden Empfang gab es reichlich Gelegenheit zum Meinungsaustausch zwischen Preisträgern, Labels, Publikum und Musikkritikern, die sich im Umfeld der Preisverleihung zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung trafen.

Mehr über die Jahrespreise 2002 finden Sie unter:

schallplattenkritik.de