Der amerikanische Jazz-Saxophonist Illinois Jacquet und der französische Entertainer und Chansonnier Sacha Distel sind tot. Beide verstarben am 22. Juli. Jacquet, der mit Jazz-Legenden wie Lionel Hampton, Count Basie oder Cab Calloway spielte, erlag im Alter von 81 Jahren in seinem Haus im Stadtteil Queens einem Herzanfall. Der damals gerade zum Präsidenten der USA gewählte Freizeitsaxophonist Bill Clinton hatte Jacquet zur Feier seiner Amtseinführung im Januar 1993 ins Weiße Haus geladen und mit ihm eine Jam-Session absolviert.
Sacha Distel erlag am selben Tag wie Jacquet einer langen und schweren Krankheit. Er starb im Alter von 71 Jahren in Rayol-Canadel. Distel hatte seinen ersten Hit im Jahr 1958 mit „Scoubidou“, seinen größten Erfolg erzielte er mit einer Cover-Version von „Raindrops Keep Falling On My Head“. Er arbeitete mit Dizzy Gillespie, Tony Bennett und Quincy Jones, ebnete aber auch Mireille Mathieu den Weg zu ihrer Karriere, als er sie 1965 zu einem Auftritt in seiner Fernsehshow einlud. In einem Statement seiner Plattenfirma Universal France heißt es, Distel habe im Kampf gegen seine Krankheit viele Schlachten gewonnen, den Krieg nun aber verloren.


