Musik

Jacko wütet gegen GQ

Eine satirische Fotostrecke erregt seinen Unmut.

So sanft und gutmütig er auch immer sein mag – manchmal rastet selbst ein Ruhepol wie Michael Jackson aus. Grund für seinen aktuellen Divenanfall ist ein Artikel in der amerikanischen Ausgabe des Männermagazins GQ.

Unter der Überschrift „Wo ist Michael?“ war ein Text abgedruckt worden, in dem der Autor das aussichtslose Unterfangen schilderte, den Popstar in seinem Exilland Bahrain aufzuspüren. Bebildert war der mehrseitige Artikel mit einer Reihe von augenscheinlich satirischen Fotos.

Eines der Bilder zeigte eine schemenhafte Männergestalt, die in einem abgedunkelten Kinosaal mit einer Reihe von Kindern sitzt. Auf einem anderen steht eine verhüllte und verschleierte Person mitten in der Wüste auf einer Sanddüne. An einer Hand trägt die Person das Markenzeichen Jacksons, einen weißen Handschuh.

Original und Fälschung

Insbesondere das letztgenannte Bild soll den Popstar verärgert haben. In einer Pressemitteilung ließ er verlauten, dass das Männermagazin vorgebe, es sei Jackson selbst, der auf der Düne stehe. Er habe der Redaktion jedoch nie Fotos zukommen lassen, geschweige denn für sie posiert. Die Person auf den Fotos sei nichts weiter als ein „Betrüger“.

Als Wiedergutmachung fordert Jackson eine Entschuldigung seitens der Redaktion und des Verlages. Außerdem verlangt er, dass die aktuelle Ausgabe aus dem Handel genommen wird. Die Macher von GQ reagierten auf die Pressemitteilung mit Schulterzucken. Es handle sich bei den Fotos offensichtlich um eine Satire. Die Beschuldigungen des Popstars weisen sie von sich.