Mit einem scharfen Zusatz zur EU-Richtlinie zum Schutz des geistigen Eigentums hat die italienische Gesetzgebung ihren ermittelnden Behörden den Kampf gegen Internet-Piraterie und illegales Downloading erheblich erleichtert. Medienberichten zufolge durchkämmen derzeit italienische Polizisten die E-Mails von Bürgern, die des illegalen File-Sharings verdächtigt werden. Das neue Gesetz gestattet ferner Geldstrafen von bis zu 1032 Euro, auch die Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen steht unter Strafe. Derzeit ermittelt die Guardia di Finanzia gegen 75 Internetnutzer, die Identität von 3000 weiteren verdächtigen Bösewichten soll rasch ermittelt werden. „Es schockiert mich, gegen wie viele Leute hier vorgegangen wird“, kommentierte Sefano Maffuli, Vorsitzender des italienischen Verbands Free Software Foundation Europe (FSFE). Auch die gesetzeskonform gesinnten Konsumenten sind derzeit geschockt: So wurden jüngst die Leermittel-Abgaben auf CDs von acht auf 29 Cent angehoben, die für CD-ROMs von fünf auf 23 Cent und für Videokassetten von sechs auf 29 Cent.
Italien geht rigoros gegen Internet-Piraterie vor
Mit einem scharfen Zusatz zur EU-Richtlinie zum Schutz des geistigen Eigentums hat die italienische Gesetzgebung ihren ermittelnden Behörden den Kampf gegen Internet-Piraterie und illegales Downloading erheblich erleichtert.


