Musik

ISWC erlaubt weltweite Identifikation musikalischer Arbeiten

Die International Organisation for Standardisation (ISO) ratifiziert den International Standard Musical Works Code (ISWC), der damit den einzig gültigen Standard für die weltweite Identifizierung musikalischer Werke darstellt.

Die International Organisation for Standardisation (ISO) hat den International Standard Musical Works Code (ISWC) ratifiziert und den ISWC damit als den einzig gültigen Standard für die weltweite Identifikation musikalischer Arbeiten ausgewiesen. Der ISWC entspricht der ISBN-Nummer bei Büchern und dem ISSN-Code bei Zeitschriften. Jede musikalische Arbeit kann somit künftig unabhängig von seiner Form (ob als einzelner Titel, Sinfonie oder Jingle) oder dem Trägermedium einer bestimmten Nummer zugeordnet werden und umgekehrt. Der ISWC sorgt für eine einfachere Identifikation eines Werks, als dies bislang möglich war. Hauptziel der standardisierten Codierung ist es, die Bezahlung der Urheber für den Gebrauch ihrer Musik auf eine sicherere Grundlage zu stellen. Die Code-Nummer besteht aus dem Buchstaben „T“, neun Ziffern und einer so genannten „Kontrollziffer“. Die Autorenvereinigung CISAC, die die Entwicklung von ISWC maßgeblich vorangetrieben hatte, betreibt die ISWC International Agency und ist in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Agenturen für die Nummernvergabe verantwortlich. Vorgesehen ist die Erfassung von 80 Prozent des weltweiten musikalischen Repertoires. Innerhalb von CISACs Common Information System (CIS) sind darüber hinaus ISO-Standards für audiovisuelle und geschriebene urheberrechtlich geschützte Werke vorgesehen. Deren Ratifizierung durch die ISO wird für Ende des Jahres erwartet.