22 Mio. erwachsene Amerikaner besitzen inzwischen einen iPod oder einen vergleichbaren Digitalplayer. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von rund elf Prozent. Doch auch die Jugend ist scharf auf die kleinen Geräte. So sehr sogar, dass die iPod-Kriminalität inzwischen überhand nimmt.
Laut einer Untersuchung der gemeinnützigen Organisation Pew Internet & American Life Project unter volljährigen Landsleuten haben bereits 19 Prozent der Amerikaner unter 30 einen MP3-Player, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es nur noch 14 Prozent. Die Pew-Studie bezog zwar Teenager nicht mit ein, doch die US-Jugend ist genauso versessen auf iPod & Co.: In New York nimmt diese Begeisterung inzwischen bedenkliche Ausmaße an: Die Zahl der schweren Diebstähle in Schulen stieg in den letzen Monaten um 41 Prozent, die der Bagatellfälle immerhin um 16 Prozent.
Im Zentrum der räuberischen Begierde steht dabei meist das Gerät von Apple. Ein Schüler musste jüngst mit 44 Stichen genäht werden, nachdem er in der U-Bahn niedergestochen und sein iPod geraubt wurde. Und an der Stuyvesant High School in Manhattan meldeten zuletzt mindestens drei Schüler, dass sie überfallen und ihrer iPods beraubt wurden. Die Schulbehörden haben bereits auf ihre Art reagiert: MP3-Player und Handys dürfen nicht mehr aufs Schulgelände mitgebracht werden.


