Kurz vor der Markteinführung des iPhone haben Hersteller Apple und Mobilfunkpartner AT&T Wireless die Preise für die Verbindungstarife in den USA bekannt gegeben. Dabei wird erneut deutlich: Ein billiges Vergnügen wird das Telefonieren à la Mac und iPod nicht.
Kostet das Gerät an sich schon je nach Speicherkapazität 499 beziehungsweise 599 Dollar, so erwarten den künftigen Nutzer zusätzlich Mobilfunk- und Datenübertragungskosten von mindestens 59,99 Dollar pro Monat. Darüber hinaus wird eine einmalige Aktivierungsgebühr von 36 Dollar fällig. Das Freischalten des Geräts können Käufer indes über ihren iTunes-Account erledigen, statt im AT&T-Laden darauf warten zu müssen.
Weil ein AT&T-Vertrag zudem eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren vorsieht, kostet der Kauf eines iPhone also mindestens 1975 Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer. Im Basispaket von AT&T ist allerdings eine Internetflatrate enthalten. Zudem erhalten Nutzer bei diesem Preis monatlich 450 Gesprächsminuten, 200 SMS, die neuartige Anrufbeantworterfunktion Visual Voicemail und kostenlose Telefonate innerhalb des AT&T-Netzes.
Wer mit seinem iPhone länger telefonieren will, kann größere Minutenpakete erwerben. Die Preise reichen dabei bis zu 99,99 Dollar pro Monat für 1350 Minuten. Anders als in den meisten europäischen Ländern werden Mobiltelefonate in den USA bei beiden Gesprächsteilnehmern abgerechnet. Sowohl ausgehende als auch eingehende Anrufe belasten das monatliche Minutenkontingent. Wer also mit einem 8GB-iPhone zum Vieltelefonierer wird, muss mit Kosten von mehr als 3000 Dollar für einen Zeitraum von zwei Jahren rechnen. Das hält Kaufwillige dennoch nicht davon ab, sich in Position zu bringen: Vor den Apple- und AT&T-Shops bilden sich bereits seit Dienstag Schlangen. Das iPhone wird in den USA am 29. Juni ab 18 Uhr Ortszeit verkauft.



