Viele der Verklagten sind laut IFPI Eltern, die für die Rechtsverstöße ihrer Kinder zur Rechenschaft gezogen werden sollen. „In jedem der 17 von den Klagen betroffenen Ländern stehen den Konsumenten legale Musikdienste offen“, zeigt sich IFPI-Chef John Kennedy unnachgiebig. „Es gibt keine Entschuldigung.“ Kennedy kündigte an, IFPI werde auch künftig auf dem Rechtsweg gegen Onlinepiraten vorgehen. „Es muss allen Anwendern von Tauschbörsen klar sein, dass jeder erwischt werden kann, ganz gleich, welches Netzwerk er auch benutzt.“ Seit Beginn der Klagewelle im März 2004 hat die IPFI außerhalb der USA über 13.000 Fälle vor Gericht gebracht. Bislang haben nach Angaben aus London 2300 Personen Entschädigungen in Höhe von durchschnittlich 2420 Euro geleistet.
IPFI weitet Klageaktionen gegen Piraten aus
Die IFPI hat eine neue internationale Klagerunde gegen illegales Filesharing eingeläutet: Sie brachte 8000 neue Fälle in 17 Ländern auf den Weg. Zum ersten Mal sehen sich nun Tauschbörsennutzer in Brasilien, Mexiko und Polen mit Klagen der Musikbranche konfrontiert.



