Musik

„Intro“ feiert zehnjähriges Jubiläum auf der Popkomm.

Aus dem Gratis-Fanzin „Intro“ entwickelte sich seit 1991 ein Unternehmen, das neben dem monatlichen Print-Magazin und dem „Festivalguide“ auch in die Bereiche Fernsehen, Events und Tonträger expandierte. Im Kerngeschäft steht mit der Popkomm.-Ausgabe ein neuer Auflagenrekord von 115.000 verbreiteten Exemplaren ins Haus.

Intro:

„Wir waren vom Start weg bis heute nie formatiert. Schubladendenken ist für uns ein Fremdwort“, so beschreibt Herausgeber, Redakteur und Gründer Matthias Hörstmann das Erfolgsgeheimnis der Zeitschrift „Intro“, die im Dezember 1991, angetrieben von „ideellen Gründen und einer Leidenschaft für Musik“ mit einer Auflage von 6000 Exemplaren startete. Drei Jahre später waren es bereits 50.000, die IVW-Prüfung 1997 ergab 72.456 Hefte. 1998 lag die Auflage bei 91.661 Exemplaren und mit einem siebenköpfigen Redaktionsteam plus rund 30 freien Mitarbeitern übersprang der Verlag Intro GmbH & Co. KG im vergangenen Jahr bei der verbreiteten Auflage die 100.000-Marke.

Mit der Rekordauflage von 115.000 Einheiten des Septemberhefts zur Popkomm. wird „Intro“ als Titel eines unabhängigen Verlags „bei der Reichweite und im Segment zum deutlichen Marktführer“, sagt Hörstmann. Dabei hielt der Verlag an der kostenlosen Verteilung fest: „Gratis verstehen wir nicht als zu rechtfertigenden Makel, sondern mit einer Reichweite von 250.000 regelmäßigen Lesern im Zusammenhang mit der erlangten Qualität sogar als unschlagbaren Vorteil.“

In über 2000 Outlets erreicht „Intro“ damit eine relevante Zielgruppe, mit der man laut Chefredakteur Thomas Venker auch als Print-Medium nach wie vor neue Themen breaken kann. “ Als aktuelles Beispiel fällt mir die Gruppe Goldfrapp ein, die sich insbesondere durch die Printartikel sofort hoch in den Charts platzieren konnte. Als erstes deutsches Magazin hatten wir zudem die Band Sigur Ros auf dem Cover, die danach richtig durchgestartet sind.“

Auf eine besondere „Intro“-Aktion weist der Herausgeber hin: „Release-Kooperationen bieten unter Ausnutzung unserer konvergenten Medienformate und der starken Position im Tonträgerhandel ein hochattraktives Tool.“ Für Newcomer wie auch etablierte Künstler – zuletzt etwa Tricky oder 2raumwohnung, demnächst Björk, den Computerjockeys oder Mercury Rev – stellt „Intro“ verschiedene Instrumente zur Verfügung (mehr dazu unter www.musikwoche.de/intro). So bildet der Online-Auftritt von „Intro“ (zwei Millionen Pageimpressions, 130.000 Visits im Juli) laut Hörstmann „zugleich Ergänzung zu Print als auch ein eigenständiges Medium, in dem wir – völlig antizyklisch denkend – nach wie vor ein enormes Potenzial für die kommenden Jahre sehen.“

Zu den weiteren Aktivitäten des Verlags gehört der alljährliche „Festivalguide“ (Druckauflage über 250.000 Exemplare), die TV-Show „Platten vor Gericht“ auf Viva Zwei, die bisher sechs „Introducing“-Festivals mit über 10.000 Besuchern, das Eröffnungskonzert auf der Popkomm. und bislang zehn Folgen der eigenen „Introducing“-Compilation-Reihe, die bislang im Vertrieb von Indigo rund 80.000 Einheiten verkaufte.