Musik

Interview mit Klaus Bönisch: „Der Plattenindustrie ging es jahrelang zu gut“

Seit fast einem Viertel Jahrhundert ist Klaus Bönisch im Tourneegeschäft tätig. Der Geschäftsführer der KBK Konzert- und Künstleragentur zählt zweifellos zu den profiliertesten Persönlichkeiten der deutschen Veranstalterbranche. Im Gespräch mit musikwoche kommentiert er aus erster Hand Stress- und Spaßfaktoren, Erfolgstourneen und epm-Pleite, Ticketpreise und Ausländersteuer sowie Fehleinschätzungen von Plattenindustrie und Politik.

musikwoche: Wie unterscheidet sich Ihre tägliche Arbeit als Leiter einer vergleichsweise überschaubaren Agentur mit Ihrer früheren Tätigkeit an vorderster Front für den Branchenriesen Mama Concerts? Klaus Bönisch: Bei Mama Concerts habe ich in der Spitze bis zu 23 Leute koordinieren müssen innerhalb der Firma. Jetzt muss ich einen Großteil der Arbeit wieder selbst machen, was insofern positiv ist, da ich mich in alle Arbeitsprozesse bis hin zur Promotion wieder selbst involvieren kann und quasi das Geschäft wieder von Grund auf betreibe. Das empfinde ich als sehr angenehm.

mw: Haben Sie heute mehr Spaß an der Arbeit und weniger Nervenstress?

Bönisch: Der Stress ist in unserer tagesgeschäftorientierten Branche der gleiche, egal ob man in einer großen oder kleinen Firma arbeitet. Es hat durchaus auch einen Vorteil, mit einem großen Team zu arbeiten. Ich habe jetzt vielleicht im Erfolgsfalle mehr Spaß, weil ich den Erfolg mit niemandem teilen muss. Der Zeitaufwand ist im Prinzip ähnlich, heute vielleicht eher ein bisschen größer. In einer großen Firma kann man mehr delegieren. Bei KBK ist das so gut wie gar nicht möglich.

mw: Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Bönisch: Wir sind zu dritt, stocken jetzt im März gerade auf fünf auf.

mw: Sie arbeiten neben dem Tourneegeschäft auch als Künstleragentur. Was machen Sie in diesem Bereich genau?

Bönisch: Wir managen und betreuen einen jungen Künstler namens Tommy. Da er auch Songwriter ist, lassen wir ihm viel Zeit und haben auch noch keinen Plattenvertrag. Wir versuchen, sein Potenzial mit ihm zusammen zu entwickeln. Dann sehen wir weiter.

mw: Welche Vorteile bietet die Selbstständigkeit Ihrer Firma?

Bönisch: Ich bin jetzt in meiner eigenen Schwingung. Menschen in ihrer eigenen Schwingung werden meines Erachtens besser wahrgenommen – im Positiven wie im Negativen. Positive Beziehungen entwickeln sich aus dieser Situation heraus wirklich fruchtbar. Weil die Leute mit mir als Person umgehen, und ich mich keiner Firmenphilosophie unterordnen muss. Ich muss auch nicht die Eitelkeiten und Eigenheiten irgendwelcher Vorgesetzter oder Vorstandsvorsitzender kompensieren.

mw: Wollen Sie die Unabhängigkeit unter allen Umständen bewahren oder könnten Sie sich vorstellen, sich eines Tages einem Konzern wie der CTS Eventim oder der DEAG anzuschließen?

Bönisch: Ich hätte mir das früher sehr gut vorstellen können. Ich habe so etwas ähnliches dann auch gemacht, habe mich nur leider völlig falsch entschieden – für die epm-Gruppe. Nicht zuletzt weil dort eine prominente Anwaltskanzlei als aktiver Partner mit drin war. Aber es hat nicht funktioniert, an die Börse zu gehen. Im nachhinein bin ich fast froh, dass ich gezwungen war, wieder in die Selbstständigkeit zu gehen und dadurch zu einer größeren inneren Ruhe zu finden.

mw: Wie fällt die Bilanz des Geschäftsjahrs 2003 für KBK aus? Was waren die Umsatzbringer, was die künstlerisch herausragenden Tourneen aus Ihrem Haus?

Bönisch: Generell war 2003 durch die vielen großen Namen und Open-Air-Tourneeen fraglos eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der deutschen Veranstalterindustrie. Auch für mich verlief 2003 erfreulich. Mein größter Umsatzbringer war Deep Purple mit fast 110.000 Tickets. Als künstlerisches Highlight möchte ich an erster Stelle Lisa Stansfield nennen. Sie hat sich im Lauf der Jahre wirklich zu einer großen Bühnenpersönlichkeit entwickelt mit einer unverwechselbaren Stimme. Sie ist einfach spannend auf der Bühne.

mw: Zum Jahresauftakt haben Sie mit Scooter eine sehr erfolgreiche Tournee veranstaltet. Wie viele Fans besuchten die Tour? Bönisch: Wir rechnen insgesamt mit über 33.000 Besuchern in 25 Konzerten in Deutschland, was unsere Erwartungen übertrifft. Das Spitzenergebnis hatten wir in Leipzig mit 2600.

mw: Was macht den für eine Techno-Band ungewöhnlichen dauerhaften Erfolg von Scooter im Live-Bereich aus?

Bönisch: Grundlage für die Akzeptanz – unabhängig vom Verkaufserfolg der CDs – ist, dass Scooter ein Gesicht haben auf der Bühne. Vor allem mit H.P., aber natürlich auch mit Rick. Jay ist ja noch neu dabei. Als ich anfing, mit der Band zu arbeiten, habe ich sie gefragt, ob sie sich wirklich mittel- bis langfristig als Live-Act interpretieren wollen. Als sie dies bejahten, habe ich ihnen gesagt: Dann müsst ihr damit aufhören, nur die Medienstädte zu spielen mit sechs oder sieben Shows. Dann müsst ihr da hingehen, wo die Leute sitzen, und in ganz Deutschland auch in kleinen Städten spielen. Das führte dann vor zwei Jahren schon zu einer relativ erfolgreichen Tour mit 18 Shows. Das haben wir jetzt noch ausgebaut. Scooter ziehen ein sehr gemischtes Publikum an – von 18 bis fast Ende 30, was ich ganz erstaunlich finde.

mw: Mit Chris de Burgh, George Benson, Brian Wilson mit dem einzigen Deutschlandkonzert, UB 40 und der „Magic Night Of Rock“ mit Bands wie Deep Purple und Status Quo stehen weitere hochkarätige Namen an. Was können die Fans von den Konzerten erwarten? Bönisch: Generell bieten wir hier handgemachte Musik von gereiften Persönlichkeiten, von denen jeder Musikgeschichte geschrieben hat, und die allesamt Songs vortragen, die jeder kennt. Brian Wilson präsentiert zudem das bisher unveröffentlichte Album „Smile“. Chris de Burgh bestreitet die Tour komplett alleine, was sehr intensive Konzerte verspricht. Er präsentiert seine neue CD, die vom Charakter her an seine ersten Erfolge wie „Far Beyond These Castle Walls“ anknüpft. Für die Tour gehen wir nur in die schönsten Hallen Deutschlands mit Kapazitäten bis 2400 Zuschauern. Das Gerüst dieser Tour haben wir bereits vor knapp zwei Jahren gebucht, weil man diese Hallen sonst innerhalb einer Tournee gar nicht alle zu einem vernünftigen Routing bekommen kann. Es sind im Moment 17 Konzerte. Wir werden im Juli noch ein paar Shows dranhängen. Der Vorverkauf läuft sehr gut. Einige Shows sind schon ausverkauft. „Magic Night Of Rock“ ist ein Motto, das ich unter diesem Namen entwickelt habe. Die Veranstaltung wendet sich speziell an ein etwas älteres Publikum mit etablierten Rockgrößen, die schon länger am Markt sind. Ich halte Deep Purple und Status Quo für eine ideale Kombination. Wenn es ein Erfolg wird, kann man das im nächsten Jahr mit anderen Bands wiederholen.

mw: Was steht sonst noch an größeren Projekten in diesem Jahr an? Bönisch: Ich arbeite gerade an einer Tournee mit Rush. Das wäre das erste Mal seit 1992, dass sie wieder nach Deutschland kommen. mw: Wie entwickelt sich die Anzahl der von Ihnen durchgeführten Tourneen? Bönisch: Wir sind nun im dritten Jahr. Es ist jetzt eine gewisse Steigerung der Anzahl der Konzerte sichtbar. Das hat möglicherweise damit zu tun, dass es sich wieder rumspricht, dass die Leute bei uns gut und sehr persönlich betreut werden. Die Künstler kommen gerne wieder in der Zusammenarbeit. Der eine oder andere kommt neu dazu. Dadurch wächst das eben.

mw: Wie wichtig ist für Sie eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit ihren Künstlern? Bönisch: Ich lege extrem viel Wert auf eine langfristige Kooperation. Unabhängig von dem Wunsch, viele Karten zu verkaufen, versuche ich gemeinsam mit dem Management und der Plattenfirma, Ideen zu entwickeln, wie die Künstler generell am Markt besser zu etablieren sind. Wir sind oft in Kontakt mit den Künstlern und Managern, auch wenn sie nicht auf Tournee sind. Sei es, dass wir sehr langfristig über die nächste Tournee reden. Oder, dass man sich austauscht zwecks möglicher Fernsehauftritte oder Special Events. Ein tolles Beispiel ist, dass es mir vor drei Jahren gelang, Deep Purple für Pavarotti & Friends in Modena auf die Bühne zu bringen.

mw: Mit welchen Künstlern arbeiten Sie am längsten und vertrauensvollsten zusammen? Bönisch: Chris de Burgh kenne ich seit 1980. Da gibt es eine nette Anekdote. Ich war 1979 frisch gebackener Assistent des Geschäftsführers von CBS, heute Sony Music. Eines Tages kam Jerry Moss zu uns ins Büro, damals Mitinhaber des tollen Labels A&M, bei dem gerade The Police durchstarteten und Supertramp Erfolge feierten. Es ein großes Meeting mit allen Abteilungsleitern. Moss fragte: Was glaubt ihr denn, wer der nächste A&M-Künstler ist, der den Durchbruch schaffen wird. Dann hat irgendwie keiner was gesagt. Und ich habe mich dann als Neuling gemeldet und Chris de Burgh genannt. Alle haben mich so angeschaut nach dem Motto, „Na ja, der Neue“. Die erste Tour habe ich mit ihm dann mit Mama Concerts 1980 betreut. Über Mama Concerts war ich seither an den meisten seiner Touren in irgendeiner Form involviert. Seit 1998 veranstalte ich ihn jetzt alleine. Das gleiche gilt für Deep Purple. Mir denen habe ich auch 1998 das erste Mal zusammen gearbeitet. Die Band hat sich kontinuierlich wieder nach oben entwickelt. 1996 hatten sie noch zweieinhalb- bis dreieinhalbtausend Zuschauer im Schnitt. 1998 lief bei uns schon besser. Und mittlerweile zieht die Band wieder zwischen vier- und siebeneinhalbtausend Zuschauer pro Konzert.

mw: Werden die Ticketpreise weiter ansteigen oder sehen Sie hier eine Grenze erreicht? Inwiefern hilft der Einsatz von Sponsoren, die Preise im Rahmen zu halten?

Bönisch: Die Sponsorengelder fließen in der Regel zum Künstler. Das wirkt sich leider auf die Ticketpreise nicht aus. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die dynamische Entwicklung der Ticketpreise so nicht weitergehen kann und darf. Wir sind am oberen Level. Man soll es nicht ausreizen. Ich versuche mich eher, unter dem zu orientieren, was möglicherweise bereits üblich ist. Das höchste Preisniveau unserer anstehenden Tourneen gilt bei Chris de Burgh in den kleinen, aber attraktiven Hallen. Da liegen wir in der ersten Preisgruppe zwischen 50 und 60 Euro je nach Stadt. Das halte ich auch für berechtigt, weil man den Künstler hier hautnah erleben kann in einem schönen, eleganten Ambiente. Das ist aber immer noch weit unter dem, was etwa für Musicals verlangt wird.

mw:Es wird oft konstatiert, die Jugend sei nicht mehr so musikinteressiert wie früher und wende sich eher anderen Freizeitvergnügungen zu. Können sie das im Konzertgeschäft bestätigen? Sind Tourneen für ältere Zielgruppen, wie sie bei Ihnen gerade anstehen, ein sichereres Geschäft? Bönisch: Für die jungen Leute spielt Musik eine ähnliche Rolle wie für uns damals. Sie ist genauso Teil ihres täglichen Lebens. Der einzige Unterschied ist, dass früher Musik ein politisches Statement war oder ein Statement gegen Autoritäten, gegen das Elternhaus. Das ist heute nicht mehr der Fall. Die Plattenindustrie hat es schlicht verschlafen, die Auswirkungen des Internets abzusehen. Sie haben deshalb ein Problem im Konsumverhalten der jungen Leute. Aber die Musik ist bei der Jugend präsent wie eh und je. Und sie gehen auch gern zu Konzerten. Sie kaufen leider die CDs nicht mehr in dem Maße, wie sie tatsächlich gehört werden, weil es da andere Möglichkeiten gibt. Der Plattenindustrie ging es jahrelang zu gut. Man hat diese Entwicklung unterschätzt und zu spät nach juristischen und gesetzlichen Möglichkeiten gesucht, das Brennen und Herunterladen von Musik zu unterbinden. Teilweise wurden die Interessen der Plattenfirmen etwa bei Sony im eigenen Haus von der Hardwareabteilung geradezu ignoriert. Der Erfolg der Konzertbranche in den letzten Jahren mit großen Besucherzahlen bei vergleichsweise hohen Eintrittspreisen, hängt damit zusammen, dass die Leute, welche mit Rock und Pop aufgewachsen sind, auch im Alter von 50 noch zu Konzerten gehen. Das bildet für uns den vergleichsweise sicheren Hintergrund, auf dem wir kalkulieren und arbeiten können: kaufkräftige Klientel in einem sehr breiten Bevölkerungsspektrum.

mw: Die Konzertverbände VDKD und idkv haben jüngst erneut auf die nach wie vor unbefriedigend geregelte „Ausländersteuer“-Praxis hingewiesen. Platzen aufgrund der „Ausländersteuer“-Problematik immer noch geplante Tourneen ausländischer Künstler? Bönisch: Grundsätzlich hat sich die Künstlersteuerregelung ganz wesentlich entspannt. Es sind ja sieben Prozent weniger als vor drei Jahren. Das ist mal das eine. Eine geringere Konzerttätigkeit ist nur marginal festzustellen. Es gab sicherlich den einen oder anderen Künstler, der gesagt hat, er spielt in Deutschland weniger Konzerte aufgrund der Belastung. Aber so ganz kommt man an Deutschland nicht rum. Das kann potenziell zehn Prozent gekostet haben, mehr sicherlich nicht.

mw: Woran krankt die derzeitige Regelung noch? Bönisch: Es gibt eigentlich zwei Problematiken. Es kommt zum einen immer noch zu einer ungerechtfertigten Doppelbesteuerung, weil die Quittungen, die das deutsche Finanzamt ausstellt, zum Teil nicht in voller Höhe im Heimatland der Künstler abgesetzt werden können aus unterschiedlichen Gründen. Zum anderen hat man zwar die Möglichkeit, die gesamten Kosten einer Tournee per Steuererklärung einzureichen und nur auf den tatsächlichen Gewinn Steuern zu bezahlen. Aber die Bearbeitungszeiten hierfür beim Bundesamt für Finanzen sind einfach unglaublich lang. Das führt bei den Künstlern zu großen Cashflow-Problemen. Die Steuer wird zunächst einbehalten. Dann wird geprüft über Monate hinweg. Und dann wird erst rückerstattet. In England reicht man vorab das Budget einer Tour ein und zahlt entsprechend Steuern. Direkt am Ende der Tour werden die tatsächlichen Kosten eingereicht, und dann wird unmittelbar verrechnet. Das finde ich am fairsten. Vor allem haben die Künstler dann das Cashflow-Problem nicht.

mw: Vertreten die Veranstalterverbände mit genug Nachdruck die Interessen ihrer Mitglieder in dieser Sache?

Bönisch: Den Verbänden ist es nach wie vor nicht gelungen, eine Position im gesellschaftspolitischen Leben zu spielen, die man als stark definieren könnte, wobei die Öffentlichkeitsarbeit stetig zunimmt. Die Hauptbewegung, die mal in die Diskussion kam, ist damals Marcel Avram zu verdanken gewesen 1996 im Zusammenhang mit Michael Jackson, als der eben nicht nach Deutschland kam. Das Problem ist, dass es kein Sprachrohr des gesamten Entertainmentbereichs gibt. Wenn man sich anguckt, was noch an Musicals läuft in Deutschland, was an Theatern läuft, vor allem an städtischen Theatern. Da hätte es eigentlich eine konzertierte Aktion geben müssen. Dann wäre das Thema möglicherweise früher anders gehandhabt worden. Als man vor sieben oder acht Jahren die Künstlersteuer erhöht hat, zielte das ja eigentlich auf die berühmten Fußballer, die in Belgien wohnen, aber in Köln oder Mönchengladbach spielen. Man hat dabei aber vergessen, dass man die gesamte Konzert- und Entertainmentindustrie damit auch trifft. Das ist typisch Politik, dass man bei dem Stein, den man ins Wasser wirft, nicht vorher überlegt, wo die Wellen dann ankommen.

mw: Sehen Sie jüngere Künstler oder Bands, die längerfristig im Live-Entertainment-Geschäft in die Fußstapfen der ganz großen Stars vom Kaliber Rolling Stones, Paul McCartney, Madonna oder Herbert Grönemeyer treten können? Bönisch: Es gibt den einen oder anderen, der das schaffen wird. Robbie Williams ist sicher international das beste Beispiel. In Deutschland ein Xavier Naidoo möglicherweise. Dann gibt es Pur, die ja auch nach Grönemeyer angefangen haben. Generell ist das eine Frage der Länge der Karriere. Je länger sie dauert, desto größer kann sie werden. Das Problem ist ein bisschen, dass junge Künstler aufgrund der professionellen weltweiten Vermarktungsmöglichkeiten in einem frühen Stadium einen unglaublich großen Erfolg haben können. Sie können sich schon mit der Erstlingsplatte finanziell sehr gut stellen. Das war früher nicht der Fall. Die Künstler, die Sie genannt haben, haben alle für ihren Erfolg hart und lang gearbeitet und wissen, warum sie da oben stehen. Die jungen Leute haben heutzutage oft im Anfang ihrer Karriere so viel Erfolg und so viel Geld, dass sie gar nicht das Stehvermögen entwickeln für eine ganz lange Karriere, weil sie dies gar nicht nötig haben.

mw: Welche Träume möchten Sie sich noch verwirklichen? Mit welchen Künstlern, bei denen es bislang noch nicht geklappt hat, möchten Sie unbedingt einmal arbeiten?

Bönisch: Ich bekomme nicht alle Künstler, die ich gerne hätte. Insofern wäre es akademisch, hier Namen zu äußern. Ich möchte einfach mit Menschen, an die ich glaube und die ich mag, langfristig erfolgreich und kommunikativ zusammen arbeiten. Das bleibt mein Berufswunsch.