Musik

Internationales Comeback von Dschinghis Khan

30.000 Besucher feierten das vom Augsburger Veranstalter Joint Venture initiierte Live-Comeback von Dschinghis Khan in der Olympiski Arena in Moskau. Joint-Venture-Chef Heinz Gross will mit weiteren Konzertaktivitäten auch hierzulande den Weg ebnen für eine zweite Karriere der ehemaligen Grand-Prix-Teilnehmer.

Knapp 30.000 Besucher feierten am 17. Dezember das vom Augsburger Veranstalter Joint Venture Concerts initiierte Live-Comeback von Dschinghis Khan in der Olympiski Arena in Moskau. Joint-Venture-Chef Heinz Gross, der Dschinghis Kahn auch im Management umfassend betreut, will mit weiteren internationalen Konzertaktivitäten auch in Deutschland den Weg ebnen für eine zweite Karriere der ehemaligen Grand-Prix-Teilnehmer.

„In Russland genießen Dschinghis Khan Kultstatus, ihre alten Hits wie ‚Moskau‘ laufen hier noch immer im Radio“, erklärt Heinz Gross, Geschäftsführer Joint Venture Music und Joint Venture Concerts. So fand er offene Ohren für ein Comeback-Konzert in Moskau mit den Originalmitgliedern Wolfgang Heichel, Henriette Strobel, Edina Pop und Steve Bender, unterstützt durch die erfahrenen Musical-Akteure Daniel Käsling, Ebru Kaya und Stefan Track. Joint Venture inszenierte die Rückkehr von Dschinghis Kahn auf die Bühne als opulente Revue mit 72 Mitwirkenden, einem imposanten Einzug der Gruppe in die Halle mit Kamelen, Pferden und Sänften, zwei Großbildleinwänden und pyrotechnischen Effekten. 18.000 Zuschauer wurden erwartet – fast 30.000 kamen. Das russische Fernsehen ORT 1 zeichnete die Show auf und überträgt sie über Satellit in 54 Länder. In Deutschland waren bereits am Neujahrstag Ausschnitte über den Kanal Channel 1 Russia zu sehen, eine Aufzeichnung des ganzen Konzerts folgt. Eine DVD der Show ist ebenfalls auch in Deutschland zur Veröffentlichung vorgesehen. Joint Venure bereitet weitere Konzerte mit den ehemaligen Grand-Prix-Teilnehmern vor. „Eine zwei- bis dreiwöchige Tour in Russland ist ebenso in Planung wie Auftritte in Peking und Shanghai, in Japan, Australien, Israel und der Mongolei“, so Heinz Gross. Es sei schon immer ein Traum von Dschinghis Kahn gewesen, in der Mongolei, der Heimat des historischen Dschinghis Khan, aufzutreten – der soll im diesem Jahr mit einem Konzert in der Hauptstadt Ulan Bator wahr werden.

Über die internationalen Aktivitäten und die DVD will Joint Venture laut Gross auch in Deutschland das Interesse an Dschinghis Khan neu wecken – auch für ein neues Album. „Eine neue CD wäre sicher notwendig, um Dschinghis Khan hier wieder auf Tournee schicken zu können.“ Denn Gross möchte die Gruppe auch in Deutschland gerne in größerem Rahmen wie in der Moskauer Aufführung präsentieren. Keinesfalls wolle er Dschinghis Khan auf Oldie-Festivals verheizen.

Von der Originalbesetzung fehlen nur der 1993 gestorbene Louis Henrik Potgieter und der als Musiker, Produzent und Firmenchef von Red-Rock Music und den Park Studios aktive Leslie Mandoki.

Dschinghis Khan erreichten mit dem gleichnamigen Song 1979 Platz eins der deutschen Singles-Charts und Platz vier beim Grand Prix. Weitere deutsche Charts-Erfolge feierte die Formation mit Titeln wie „Moskau“ (Platz drei 1979) oder „Loreley“ (Platz sechs 1981).