Musik

InsideOut: Spezialist für progressive Sounds

Die 1993 gegründete Firma InsideOut Music hat sich in den letzten Jahren als Spezialist für Progressive Rock und Metal fest am Markt etabliert und verfügt inzwischen über einen beachtlichen Künstlerstamm.

“In diesem Bereich gibt es im Vergleich zum Gesamtmarkt zwei entscheidende Vorteile“, erklärt Geschäftsführer Thomas Waber. „Da ist einmal die sehr treue Anhängerschaft und zum zweiten die große Bandbreite, die sich hinter der unscharfen Trennungslinie Progressive Rock verbirgt. Diese Bezeichnung hat vielleicht einmal in den 70er-Jahren Sinn gemacht, aber eigentlich taugt der Begriff nur zu einer sehr ungenauen Standortbestimmung.“ Die Auswahl der Bands richtet sich also nicht unbedingt nur nach dieser stilistischen Begrenzung, sondern größtenteils nach dem Geschmack der vier Mitarbeiter.

„Unsere Spezialität liegt darin, viele Aufgaben nach außen zu geben und so die Strukturen schlank zu halten. Zum einen werden wir natürlich von unserem Vertrieb SPV nach Kräften unterstützt, zum anderen macht cmm in Hannover die Promotion für uns. Bei der augenblicklichen Marktlage ist es wichtig, flexibel zu bleiben.“ Waber sieht das größte Problem darin, dass einfach zu viele unbrauchbare Produktionen veröffentlicht werden. „Wenn – wie im Metal-Bereich – die Infrastruktur sehr gut ist, und die Leute pünktlich informiert werden, dann kann man auch Platten verkaufen. Natürlich kann niemand zurzeit große Sprünge machen, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, dagegen zu steuern.“

InsideOut setzt bei Bands und Künstlern wie Dead Soul Tribe, Arjen Anthony Lucasen“s Star One und Threshold ganz gezielt auf aufwändig gestaltete Limited Editions. „Da sehen die Fans dann sofort, dass sie sich von diesem Artwork keine Farbkopie zu machen brauchen.“ Das Label veröffentlicht im Jahresdurchschnitt ein neues Album pro Monat. „Wir haben bis jetzt weniger auf etablierte Acts gesetzt, sondern vor allem eigene Bands aufgebaut – wie Spock“s Beard, die sich nach einer gewissen Anlaufphase mit dem Album ‚V“ dann auch in den Charts plazieren konnten. Wir haben uns inzwischen einen recht guten Ruf erarbeitet, was unseren Umgang mit Künstlern angeht.“