Musik

Industrieverbände machen erneut Druck auf China

Die US-Verbände IFPI und MPAA stellen sich auf die Seite der amerikanischen Urheberrechtsschützer, die sich über das Scheitern der chinesischen Regierung im Kampf gegen Piraterie beschweren. Die Intellectual Property Alliance fordert ein Machtwort von der Welthandelsorganisation.

Der internationale Tonträgerverband IFPI stellt sich auf die Seite der amerikanischen Urheberrechtsschützer, die sich über das Scheitern der chinesischen Regierung im Kampf gegen Piraterie beschweren. Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) fordert, dass die Welthandelsorganisation WTO ein Machtwort spricht. In der IIPA sind neben der Recording Industry Association of America (RIAA) u. a. auch der Filmverband Motion Picture Association of America (MPAA) und die Business Software Alliance organisiert. Zusammen mit der IFPI forderte die IIPA jetzt den Handelsbeauftragten der US-Regierung auf, sich bei der WTO für verschärfte Maßnahmen gegen China einzusetzen. Das Reich der Mitte gilt als die größte Hochburg der Produktpiraterie und liefert nach IFPI-Schätzungen jährlich illegal kopierte Musikprodukte im Wert von 600 Mio. Dollar (knapp 470 Mio. Euro) für die Schwarzmärkte. Der Gesamtschaden durch Piraterie im Jahr 2004 lag nach IIPA-Angaben bei mindestens 2,5 Mrd. Dollar. Demnach entfallen mehr als 90 Prozent der in China vertriebenen CDs, DVDs und Softwareprodukte auf Raubkopien.

IFPI und IIPA wollen, dass China endlich gegen die Piraten einschreitet, die trotz aller Beteuerungen und Bemühungen der Regierung in Peking noch immer leichtes Spiel haben. Zudem soll die WTO in Peking dafür sorgen, dass ausländischen Firmen der Einstieg in den chinesischen Markt erleichtert wird.

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