Musik

Indigos Partner-Labels Exil, Hannibal, Trikont und Westpark

Weltmusik war von Anfang an wichtig

Mit World Circuit hat zwar eines der umsatzstärksten Worldmusic-Labels der Welt bei Indigo eine neue Heimat gefunden. Was aber den Output an neuen Alben betrifft, macht Exil bei Indigo derzeit das Rennen – unter anderem mit dem Album „Brazuca Matraca“ (Bestellnummer: 1286-2) des brasilianischen Künstlers Wagner Pa oder mit der Crossover-Produktion „Big Men – Rai Meets Reggae“ (1271-2), die jamaikanische Künstler wie Sly & Robbie oder U-Roy mit algerischen Gesangsstars wie Fadela oder Khaled ver-eint. Derweilen setzt die Serie „Putuma-yo Presents“ stilsichere Akzente mit den Themensamplern „World Lounge“ (1622-2) und „Latin Groove“ (1473-2).

„Seit der Firmengründung 1993 war Weltmusik für Indigo ein wichtiges Thema“, weiß Anders Sjölin, Verkaufsleiter der Indigo Musikproduktion & Vertrieb GmbH in Hamburg. „Da wir sowohl Produkte von Embryo als auch von den Dissidenten im Vertrieb hatten, fühlten wir uns diesem Thema immer schon verpflichtet.“ Die Alben „Embryos Reise“ (Schneeball) und „Sahara Elektrik“ (Exil) gehören beide zu den Meilensteinen des Genres. „Wir haben unseren Katalog kontinuierlich ausgebaut, so dass wir in Deutschland zu den führenden Weltmusik-Vertrieben gehören“, meint Sjölin weiter. „Trotzdem ist unser Output so klein, dass wir Konkurrenz im eigenen Haus vermeiden können. Alle Produkte bekommen eine optimale Verteilung und sind Teil unseres Marketingkonzepts mit ganzseitigen Anzeigen.“ Daneben arbeitet Indigo mit weiteren Labels, die Weltmusikthemen anbieten. Trikont in München zum Beispiel setzt neuerdings Akzente mit den Genre-Samplern „Rembetika – Songs Of The Greek Underground 1925-1947“ (0293-2) und „Africa Raps“ (0294-2); Westpark Music in Köln hat sich auf skandinavischen Post-Folk von Garmarna, Hedningarna oder Värttinä spezialisiert. Gebündelt finden sich diese Acts auf der Sampler-Serie „Nordic Ethno Grooves 3“ (0655-2). Zugleich veröffentlichte die Norwegerin Kerstin Blodig ihr Album „Rhythmic Ballads – From Both Sides Of The North Sea“ (1706-2).

Das US-Label Hannibal wiederum steht hinter Highlights wie Muzikas & Marta Sebestyen, Moreno Veloso oder Taj Mahal & Toumani Diabate. Vor allem über das Dissidenten-Label Exil mit Sitz im fränkischen Burgbernheim kamen in den letzten Jahren einige umsatzstarke Labels dazu. Neben Samplern von Blue Jackel (mit der Kuba-Box „I Am Time“) und Künstlern von Alula (wie der Flamenco-Virtuose Gerardo Nu-ñez) entpuppten sich die bunten Konzept-Compilations von Putumayo als Dauerbrenner. Nun hat das US-Label sein Repertoire auch um Einzelkünstler wie Miriam Makeba oder Habib Koite erweitert.

Daran knüpft am 22. April das Putumayo-Album „Vhunze Moto“ (1624-2) des afrikanischen Sängers Oliver Mtukudzi an. Für den kommenden Mai sind die beiden Themensampler „Congo To Cuba“ und „Latin Playground“ angekündigt. Bei Blue Jackel soll zudem ein neues Album der Brasilianierin Monica Salmaso erscheinen. Und ebenfalls im Juni wird mit „2002: A World Beat Odyssey“ der zweite Teil der erfolgreichen Dissidenten-Remixe veröffentlicht.