Prince verkaufte bei seiner „Musicology“-Tour 737.097 Tickets zum Durchschnittspreis von 61,59 Dollar. Das bedeutet für Veranstalter Concerts West Einnahmen in Höhe von 45,7 Mio. Dollar. Fast dreimal so teuer waren die Eintrittskarten für Madonnas „Re-Invention“-Tour: Bei durchschnittlich 174,17 Dollar pro Billet reichten 258.046 Besucher, um für die Creative Artists Agency Umsätze in Höhe von 44,9 Mio. Dollar zu erwirtschaften. Die Dritte in der Pollstar-Rangliste musste für ihren Konzerterfolg noch nicht einmal auf Tournee gehen. Die United Talent Agency verkaufte 295.652 Eintrittskarten für Celine Dions Konzerte in Las Vegas, was 40,8 Mio. Dollar Umsatz generierte. Die Touristen in der Glücksspiel-Metropole scheuen offenbar auch keine gesalzenen Preise: Im Schnitt sind 137,65 Dollar nötig, wenn man die kanadische Chanteuse live sehen will.
Bester Europäer auf der US-Konzertrangliste ist Rod Stewart an fünfter Stelle mit 32,7 Mio. Dollar Einspiel, gefolgt von Elton John auf Rang zwölf (19,1 Mio.) und David Bowie an Position 16 (16,4 Mio.). Andere Künstler schneiden trotz zuletzt guter CD-Verkäufe im Tourgeschäft eher bescheiden ab: Kanye West schaffte gerade 1,7 Mio. Dollar Einspielergebnis, 50 Cent 2,8 Mio. Country-Star Kenny Chesney zieht dafür die Massen an: Er steht auf Platz sieben mit 27 Mio. Dollar Tour-Umsatz. Alles in allem zeigen sich die Live-Entertainment-Firmen jedoch eher enttäuscht von den Zahlen der ersten sechs Monate: Angesichts der hohen Umsätze der Top-Tourneen dürfe nicht vergessen werden, dass viele Veranstalter unter den Garantiesummen leiden, die sie manchem Top-Act im voraus zugesagt hatten (siehe Heft 30/04).



