Die zu erwartende Fusion zwischen EMI und der Warner Music Group stößt auch weiterhin auf heftigen Widerstand bei der Impala. Der Dachverband der unabhängigen Plattenfirmen Europas sieht darin die Gefahr für Einschränkungen beim Marktzugang und sinkende Wahlfreiheiten der Kunden.
„Konzentration tötet die Kreativität, unabhängige Plattenfirmen und die kulturelle Vielfalt“, meinte dazu Patrick Zelnik, Vizepräsident der Impala und CEO von Naive Records France. „Die Europäische Kommission unterstützt die Unesco-Konvention für kulturelle Vielfalt, aber ignoriert gleichzeitig, einen Merger in der Musikbranche.“
Auch Michel Lambot, Chairmain der Impala und Co-Chairman der PIAS, mahnt vor der Fusion: „In einer Zeit, in der Vodafone möglicherweise Vivendi/Universal kaufen, Warner und EMI sich zusammenschließen und Bertelsmann seinen Anteil an Sony BMG veräußern möchte, wer denkt da noch an die Kultur und die Musik“, so Lambot. „Es stellt sich die Frage, ob wir angesichts dieser Entwicklungen, nicht bald ein Kyoto-Protokoll für den kulturellen Bereich benötigen werden.“



