musikwoche.de: Herr Schulenberg, wo waren Sie, als Sie die Nachricht erreichte, dass Guns“N“Roses ihre Europatournee und damit auch die Konzerte während Rock im Park und Rock am Ring absagen?
Klaus-Peter Schulenberg: Kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Ist doch auch nicht wichtig.
mw: Trüben solche Absagen Ihre Stimmung?
Schulenberg: Gefreut hat es mich nicht, das können Sie sich ja vorstellen. Aber so etwas gehört zum Daily Business. Wenn man das so lange macht wie wir oder speziell Marek Lieberberg, dann kann man damit umgehen.
mw: Würden Sie sich in so einem Moment wünschen, lieber andere Produkte anzubieten, die weniger launisch oder unberechenbar sind?
Schulenberg: Weniger launisch heißt langweilig. Wir haben es hier mit Menschen zu tun, was die Sache interessant macht. Ich könnte mir nicht vorstellen, Produkte zu verkaufen, die ohne Seele sind.
mw: Lassen sich solche Ausfälle kompensieren?
Schulenberg: Vom finanziellen her ist das kein Problem, dafür ist man versichert. Leid tut es mir vor allem für die Fans, die den Auftritt von Guns“N“Roses schon mit Spannung erwartet haben. Ich hoffe, dass es das nächste Mal klappt. Aber auch ohne Guns“N“Roses bleiben Rock im Park und Rock am Ring Open-Air-Veranstaltungen der Spitzenklasse.
mw: Aus Ihren Worten spricht, dass die Konzertveranstalter, die Sie sich in letzter Zeit ins Boot geholt haben, bei der Auswahl der Acts vollkommen autark sind. Ist das so?
Schulenberg: Unsere Einheiten arbeiten völlig autark. Wir haben in einer Art „Star Alliance“ der Entertainment-Branche die besten und kreativsten Köpfe in die Gruppe geholt. Die wissen, was zu tun ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin seit vielen, vielen Jahren Veranstalter, das heißt natürlich, dass mich die Vorgänge interessieren. Aber das eine ist Interesse, das andere Einflussnahme innerhalb eines Konzerns. Das sind unterschiedliche Dinge.
mw: Stellen Sie das Bindeglied zur Börse da – einem Bereich, in dem vielleicht ein Marek Lieberberg oder ein Peter Rieger nicht so viele Erfahrungen haben?
Schulenberg: Das ist unsere Kernkompetenz. Ein Corporate Business aus einem eher kleinteiligen Business zu entwickeln.
mw: Bekommen Ihre Konzertveranstalter Nachhilfe in Sachen Investor Relations?
Schulenberg: Nein, das ist nicht Aufgabe der Tochtergesellschaften.
mw: Wie muss man sich die Berichtsstrukturen vorstellen?
Schulenberg: Finanzdaten werden monatlich berichtet, da wir als börsennotiertes Unternehmen ganz andere Vorgaben zu erfüllen haben als eine GmbH. Das ist ein schwieriger Prozess für diese Unternehmen, sich darauf einzustellen. Davon profitieren die Töchter aber auch.
mw: Das Konzertgeschäft ist großen saisonalen Schwankungen unterlegen. Wie lassen die sich im Sinne des Börseninteresses harmonisieren?
Schulenberg: Das ist lediglich eine Frage der Planung. Wir wissen, welche Quartale stark und welche schwach sind.
mw: Besteht in diesem Sinne eine kommunikative Aufgabe für CTS, dies dem Anleger begreiflich zu machen?
Schulenberg: Ja. Leider hat die Entertainment-Branche an der Börse und in der Öffentlichkeit nicht den besten Ruf. Um so wichtiger ist es für uns, die Seriosität zu vermitteln, die es braucht, damit wir Aktionäre auch langfristig überzeugen können. Wir glauben, dass der Kurs von CTS deutlich unter dem liegt, wo er sein sollte. Wir demonstrieren durch unser Handeln, dass es auch im Entertainment-Bereich seriöse Unternehmen gibt.
mw: Spüren Sie die Auswirkungen der Skepsis, die im vergangenen Jahr Medienwerten an der Börse entgegen gebracht wurde?
Schulenberg: Wenn ein Fond sich entschließt, Medienwerte abzustoßen, sind wir leider zwangsläufig dabei. Und das hat Auswirkungen. Für uns ist entscheidend, die prognostizierten Zahlen einzuhalten, dann kommt der Kurs von alleine. Wir machen keine Springprozessionen, um Kursausschläge zu erreichen. Das ist nicht der Stil, den wir pflegen.
mw: Wir stellen es uns sehr spannend vor, wenn in ihrem Konzern einstige Konkurrenten wie Marek Lieberberg oder Peter Rieger zusammentreffen und ein gemeinsames Vorgehen planen sollen. Wie laufen solche Treffen ab?
Schulenberg: Es hat sich ein sehr angenehmes Klima entwickelt. Alle Beteiligten erkennen die Vorteile eines gemeinsamen Vorgehens. In der Vergangenheit hatten die Veranstalter oft ein persönliches und wettbewerbsorientiertes Problem miteinander. Dies haben wir sehr gut in den Griff bekommen. Gerade bei Rieger und Lieberberg war von Anfang an die Bereitschaft da, aufeinander zuzugehen und das Verbindende heraus zu arbeiten, nicht das Trennende.
mw: Wo liegen die Grenzen der Freiheit?
Schulenberg: Die Freiheit ist relativ grenzenlos. Abstimmungen gibt es, wenn man gemeinsam Angebote an Künstler macht, um zu verhindern, dass man sich überbietet.
mw: Lässt sich eine Open-Air-Saison überhaupt in eine einheitliche Strategie bringen?
Schulenberg: In diesem Bereich besteht mit Sicherheit Optimierungsbedarf. Wir haben eine Vielzahl an namhaften Open-Airs. Unsere Veranstaltungen haben eigenständige Profile und sind nicht so sehr auf Wettbewerb untereinander ausgerichtet.
mw: Lässt sich der Open-Air-Markt noch ausbauen oder sind die Grenzen erreicht? CTS hat im Sommer ohnehin eine Monopol-artige Stellung in diesem Bereich…
Schulenberg: Es geht jetzt darum, die einzelnen Marken zu pflegen und in sich weiterzuentwickeln. Es geht nicht darum, weitere Festivals anzubieten. Das Angebot an unsere Kunden ist bereits breit gefächert.
mw: Pauschal betrachtet – welcher Bereich ist in Zukunft wichtiger: Tickets zu verkaufen oder Veranstaltungen selbst durchzuführen?
Schulenberg: Unser Schwerpunkt ist das Ticketing. Unser Ziel ist, das größte Portal für sport- und kulturorientierte Freizeit in Europa zu errichten. Dafür haben wir schon viel getan: Wir haben uns Content gesichert und sind dabei, auch einen europäischen Rollout zu organisieren. Vor kurzem haben wir die Firma ShowSoft übernommen: Jetzt werden 34 Millionen Tickets über CTS abgewickelt. Auf dem Markt der computervernetzten Tickets haben wir einen Marktanteil von rund 40 Prozent.
mw: Vor kurzem erklärte CTS, die Hälfte aller Madonna-Tickets über das Internet verkauft zu haben. Was sagen Ihre Vorverkaufsstellen dazu? Gibt es Konflikte?
Schulenberg: Wir haben keine Spannungen. Die Vorverkaufsstellen profitieren davon, dass wir die Tickets verkaufen, und nicht Dritte. Das stärkt unsere Vertriebskraft, je stärker die ist, desto mehr Veranstaltungen werden über uns abgewickelt und desto mehr Veranstaltungen können die Vorverkaufsstellen anbieten. Wir sitzen alle in einem Boot.
mw: Inwieweit berücksichtigt Ihr Veranstaltungs-Portfolio demographische Entwicklungen?
Schulenberg: Das Portfolio ist das Spiegelbild von Trends, insofern findet eine automatische Justierung des Angebotes statt.
mw: Wie schätzen Sie das Angebot an Spielstätten in Deutschland ein? Ist es ausreichend?
Schulenberg: Ja. Es gibt immer wieder Verlagerungsprozesse, aber es werden auch neue Hallen gebaut. Die Qualität in den Hallen hat Nachholbedarf. Wir betreiben aber kein Facility-Management, das ist nicht unsere Kernkompetenz. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man in Deutschland kostendeckend eine Halle betreiben will.
mw: Kann ein Veranstalter auf die Qualität der Hallen einwirken?
Schulenberg: Wir steuern das mit den Buchungen, sprich in welchen Städten Konzerte stattfinden.
mw: Erkennen die Kommunen, dass sie sich im Wettbewerb befinden?
Schulenberg: Dieser Bereich bedarf der Professionalisierung. Aus Service Geld zu machen, interessiert niemanden in kommunal geführten Betrieben.
mw: Im Konzertveranstalter-Bereich gibt es mittlerweile drei Blöcke: CTS, die DEAG und epm media…
Schulenberg: epm media würde ich nicht als Block bezeichnen. Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Blöcke.
mw: Wo sehen Sie epm stehen im Moment?
Schulenberg: Ich möchte darauf nur folgendes antworten: Vor epm kommen zehn bis zwanzig andere Veranstalter in Deutschland, die mehr Umsatz machen.
mw. Heisst das, das Sie die DEAG als einzigen Gegenspieler von Format sehen?
Schulenberg: Das habe ich nicht gesagt. Sie haben von Blöcken gesprochen, und da gibt es zwei. Die DEAG ist ein erfolgreiches Unternehmen und damit auch ein ernst zu nehmender Konkurrent. Der Wettbewerb ist hart, aber es gibt auf dem Entertainment-Markt genug Platz für uns beide.
mw: Am Horizont steht ein weiterer großer Block – SFX. Die DEAG und epm waren sich nicht ganz einig, wer mit der amerikanische Firma in Deutschland vor dem Traualtar stand. Madonna wird von CTS veranstaltet, sind Sie der lachende Dritte?
Schulenberg: Man muss grundsätzlich einen Irrtum aufklären. SFX hat angekündigt, eine Beteiligung an epm in Erwägung zu ziehen. Mehr nicht. SFX ist ein weltweit agierender und sehr ernst zu nehmender Partner. Es wird sich zeigen, wer langfristig SFX-Themen in Kontinentaleuropa und in Deutschland betreuen wird. Auch einen Markteintritt von SFX halte ich nicht für ausgeschlossen. SFX hat überragende Welttourneen, aber was bedeutet das für ein deutsches Veranstaltungsunternehmen? Je populärer der Künstler, desto kleiner sind die Ertragsmöglichkeiten. Zum anderen sind wir breit aufgestellt und haben Tausende von Veranstaltungen. Das glitzert zwar nicht so, ist aber solides Business.
mw: Was sind ihre besten Argumente gegenüber SFX?
Schulenberg: Wir haben in Deutschland eine Struktur aufgebaut, mit der wir in der Lage sind, das komplette Produkt inhouse zu vermarkten. Wir haben modernste Software und mehrere Vertriebswege: Über 1000 Vorverkaufsstellen, Call-Center, Internet, Multimediakioske. Das bringt uns einen großen Vorteil.
mw: Die Unternehmenspolitik von CTS ist im Vergleich zu anderen sehr zurückhaltend. Ist das Absicht?
Schulenberg: Ich denke, wir müssen unseren eigenen Weg gehen. Wir wollen solide sein, vernünftige Kommunikation betreiben, die auf Wahrheit und Klarheit beruht, und uns nicht in die Fiktion begeben. Das ist langfristig der bessere Weg.
mw.de: Muss die strategische Entwicklung von CTS Rücksicht auf den Börsenkurs nehmen?
Schulenberg: Nein, davon sind wir nicht abhängig. Wenn der Kurs niedrig ist, heißt das nicht dass das Geschäft schlecht läuft. Wir haben eine langfristige Strategie, die wir Schritt für Schritt umsetzen. Der Großteil des Erlöses aus dem Börsengang ist noch da. Und ich habe nicht die Absicht, meinen Anteil zu verkaufen.
mw: Peter Schwenkow hält 33 Prozent an der DEAG. Sie halten rund 70 Prozent an der CTS Eventim AG. Spielt das eine Rolle bei der Entscheidungsfreiheit?
Schulenberg: Sie müssen sich geneüber Aktionären immer verantworten, egal, in welchem Umfang die beteiligt sind.
mw: Welche Rolle spielt Sponsorship bei künftigen Veranstaltungen?
Schulenberg: Dort steht man völlig am Anfang aller Entwicklungen. Das professionelle Sport-Sponsoring ist noch nicht in die Kultur übertragen worden. Wir sind heute in der Lage, einem Sponsor alles anzubieten: Von der Adresse des Ticketkäufers bis zur Abwicklung der Veranstaltung. Sponsorship steht weit oben auf unserer Tagesordnung.
mw: Stichwort Ticketpreis. Ist noch Luft in diesem Bereich?
Schulenberg: Die Abstimmung wird vom Publikum durchgeführt. Bei Madonna waren es die teuersten Tickets zu je 280 Mark, die zuerst verkauft waren.
mw: Stimmen Sie Peter Schwenkow zu, der meint, wenn ein Event exklusiv genug ist, werden auch Eintrittspreise von 1000 Mark gezahlt?
Schulenberg: Es steht zu befürchten, dass das richtig ist.
mw: Schwingt ein Hauch einer Wertung mit?
Schulenberg: Ich halte das für einen falschen Weg. Auch im Klassikbereich ist nur noch Name-Dropping angesagt. Andere fallen unter den Tisch. Das kann ich nicht befürworten.
mw: Spricht da der Schöngeist aus Ihnen oder sorgen Sie sich um die Veranstalter-Landschaft?
Schulenberg: Zum einen ist es die Überlegung – was macht Kultur aus? Zum anderen ist es für das Business keine schöne Wendung, wenn nur noch die Spitze gefragt ist. Die Eintrittspreise können wir nicht beeinflussen, das hängt von den Künstlern ab. Da sind wir eher Opfer als Täter.
mw: Die Branche hat allgemein das Problem, dass wenig Mega-Acts nachzuwachsen scheinen. Besorgt Sie das?
Schulenberg: Ja, Einfluss nehmen können wir aber nicht. Das ist eine Frage der künstlerischen Kraft. Wir etablieren keine Künstler, sondern vermarkten ein populäres Produkt.
mw: Sie haben also immer weniger große Schiffe, sondern mehr und mehr kleine und kleinste Subkulturen. Aus unternehmerischer Sicht muss das doch eine eher unschöne Entwicklung sein, oder?
Schulenberg: Unsere Aufgabe ist es, Produkte zu entwickeln. Die Open-Air-Saison ist dieses Jahr so gut wie lange nicht mehr. Wir schmücken uns nicht nur mit den Stars, sondern fördern auch junge Künstler, bei denen wir von vornherein wissen, dass die Tournee finanziell nicht erfolgreich ist. Mehr können wir nicht tun.
mw: Sind in den nächsten Monaten weitere Akquisitionen geplant?
Schulenberg: Wir haben bekannt gegeben, dass wir die Firma ShowSoft übernehmen werden – wir wachsen in wichtigen Segmenten. Diese Akquisition ist für CTS von großer Bedeutung: Neben einem Ticketvolumen von zwölf Millionen Stück sichern wir uns einen enormen technologischen Vorsprung durch die zurzeit beste Software am Markt. ShowSoft ist einer der führenden europäischen Anbieter von Software für Eintrittskarten-Managementsysteme im Kultur- und Sportbereich.
mw: Bleibt der Ticketing-Schwerpunkt von www.eventim.de bei Musik oder streben Sie auch die Integration anderer Sparten an?
Schulenberg: Neben der Musik und ihren Sparten Pop, Rock und Klassik kümmern wir uns auch um den Sport: Wir haben mit 30 von 36 Bundesliga-Vereinen Kooperationen in Sachen Ticketverkauf abgeschlossen, auch alle Länderspiele gehen über uns. Fußballfans haben allen Grund zur Freude.
mw: Wie sehen ihre Pläne im Bereich Merchandising aus? Streben Sie Beteiligungen an?
Schulenberg: Nein, das ist nicht unsere Kernkompetenz und wir wollen auch kein Handelsrisiko eingehen. Wenn, dann streben wir Kooperationen an.
mw: Ein interessantes Thema in der Branche ist das mobile Ticketing. Wie dringend ist dieses Thema für Sie?
Schulenberg: Damit beschäftigen wir uns sehr ernsthaft. Wir sind gerade dabei, die CTS-Buchungssoftware auf mobiles Ticketing vorzubereiten. Diese Software kann eine Eintrittskarte verkaufen, diese wiedererkennen und den Zugang am Eingang des Stadions authorisieren. Das ist die Voraussetzung für papierloses Ticketing. Unsere Überzeugung ist, dass Sie sich künftig ihr Ticket auf den Handychip laden können. Bottleneck sind die kommunal geführten Spielstätten, die enorm investieren müssten, um die Software zu installieren. Wir sind mit dem Thema Ende des Jahres fertig und dann rüsten wir die Fußballstadien damit aus. Das Stadion in Schalke wird eines der ersten sein. Mit dem Thema mobilen Ticketing schaffen wir auch ein Stück Bequemlichkeit für die Käufer.
mw: Herr Schulenberg, Sie sind 1973 als Künstlermanager gestartet. Jetzt sind Sie Vorstandsvorsitzender einer AG. War das damals zu erträumen?
Schulenberg: Ich hatte nie die Absicht, Konzertveranstalter zu werden. Ich habe während meiner Schulzeit Musik gemacht und auch mein Studium damit finanziert. Das hat sich nach und nach entwickelt.
mw: Leiden Sie unter dem Ruf der Veranstaltungs-Branche?
Schulenberg: Ich leide nicht darunter. Wir sind ein seriöses Unternehmen. In jeder Branche gibt es Paradiesvögel und facettenreiche Personen. Wir alle kennen die Vergangenheit – auch die in München. Das waren keine Aushängeschilder und wenn die Gier den Verstand ersetzt, sind das Einzelschicksale, die nicht symptomatisch für die Branche sind. Unsere Struktur ist auch eine andere. Wir verwalten als Ticketing-Unternehmen das Geld anderer. Dazu gehört Verlässlichkeit und Seriosität.
zur person
Klaus-Peter Schulenberg
Vorstandsvorsitzender CTS Eventim AG
Der als eher zurückhaltend geltende Chef des börsennotierten Ticketing- und Konzertveranstaltungskonzerns war schon in seiner Jugend begeistert von Musik. Bereits als Teenager spielte er Gitarre und Orgel in der Band Free und übernahm auch den ein oder anderen Gesangspart. „Aber wir waren keine wirklich gute Gruppe.“
Früh erkannte der Bremer Hanseat seine organisatorischen Fähigkeiten: Als 21-Jähriger veranstaltete er sein erstes Konzert: 1200 Besucher kamen 1972 zur Show von Bernd Clüver. 1973 folgte die Gründung einer ersten Künstlermanagement- und Konzertveranstaltungsagentur.
Den Grundstein für sein heutiges Firmenimperium legte Schulenberg 1996 mit dem Kauf von Computer Ticket Service (CTS). Außerdem zählen heute Tochterfirmen wie eine Messe- und Ausstellungsgesellschaft sowie die KPS Interactive Medien GmbH & Co. KG zu seinem Firmennetzwerk. Darüber hinaus hält er Beteiligungen an Radiosendern und Callcentern.
Zu den angeschlossenen Agenturen zählen unter anderem Mama Concerts & Rau, Marek Lieberberg, Semmel Concerts, Peter Rieger, Scorpio und seit neuestem Dirk Becker. Die CTS Eventim AG ist am Neuen Markt in Frankfurt notiert. Knapp 70 Prozent der Aktien sind in Besitz von Schulenberg, rund 24 Prozent sind Free-Float.



