“Ich wollte und werde beweisen, dass es ein großes Publikum gibt für handgemachte, ehrliche Musik, die nicht auf dem Computer nach Zielgruppendefinitionen entworfen wird“, sagte Barbara Clear vor ihrem Konzert. Und dieser Beweis ist ihr gelungen: Als stimmgewaltige Soloperformerin mit Gitarre begeisterte sie in einem gut dreistündigen Programm quer durch alle Stilrichtungen und Epochen – von Jackson Browne und den Eagles über Led Zeppelin und Don Fardon („Indian Reservation“) bis hin zu Four Non Blondes und Christina Aguilera („Genie In A Bottle“) – ihr Publikum, das aus allen Teilen Deutschlands angereist war. Bemerkenswert an diesem Live-Ereignis: Die Künstlerin, die am Vortag ihren 40. Geburtstag feierte, hat alles in Eigenregie umgesetzt. Vor zweieinhalb Jahren hatte sie die Olympiahalle gebucht und seitdem auf ihren zahlreichen Konzerten die Werbetrommel gerührt. Seit musikwoche im September 2002 auf das tollkühn erscheinende Vorhaben aufmerksam machte, entwickelte das Ganze eine Eigendynamik. „Es gab nie auch nur den Gedanken an eine Abkehr von dieser Vision“, sagt Clear. „Der Weg war vorgezeichnet.“ Mittlerweile stößt die Musikerin, die weder eine Plattenfirma noch Charts- und Medienhype brauchte, auf beeindruckende Resonanz: Von „Spiegel“ über „Stern“ und „Bild“ bis hin zu „Süddeutscher Zeitung“ und allen Fernsehkanälen wurde und wird berichtet. Clear nutzt die Gelegenheit, um ihr aktuelles Album, „Look Out“, und die DVD „Ticket To Munich – Der lange Weg nach München“ unters Volk zu bringen – wie alle ihre bisherigen CDs im Eigenvertrieb bei ihren Konzerten und im Internet (www.barbara-clear.de). Das historische Konzertereignis in der Olympiahalle soll demnächst als DVD folgen.
Im Alleingang in die Olympiahalle
Mit einem triumphalen Konzert in der Münchner Olympiahalle qualifizierte sich die in Hutthurm im Bayerischen Wald lebende Folk- und Rocksängerin Barbara Clear für das „Buch der Rekorde“: 6000 Karten hatte sie vorab verkauft, rund siebeneinhalbtausend Besucher kamen schließlich am 24. April zu ihrem Soloprogramm.



