Illegale Downloads setzten der Musikindustrie in den letzten zwei Jahren stark zu: Nach Angaben des Branchenverbandes BPI haben die britischen Unternehmen Verluste in Höhe von rund 650 Mio. Pfund, über 955 Mio. Euro, hinnehmen müssen. Allein im Jahr 2004 gingen den Unternehmen demnach rund 376 Mio. Pfund (552 Mio. Euro) verloren, noch einmal rund 100 Mio. Pfund mehr als im Vorjahr, als sich die Einnahmeausfälle laut BPI auf 278 Mio. Pfund (408 Mio. Euro) beliefen.
Nach den Ergebnissen einer Studie der Marktforscher von TNS hätten Musikinteressierte in diesen zwei Jahren theoretisch 1,5 Mrd. Pfund oder umgerechnet 2,2 Mrd. Euro in Musikkäufe investiert, tatsächlich aber nur 858 Mio. Pfund (1,2 Mrd. Euro) für ihren Musikkonsum ausgegeben. Diese Angaben veröffentlichte die BPI parallel zu einem erneuten Vorstoß bei Gericht: Hier sollen Internet Service Provider gezwungen werden, persönliche Daten von 33 mutmaßlichen Filesharern offen zu legen, die beschuldigt werden, mehr als 72.000 Tracks unerlaubt verbreitet zu haben.


