Der internationale Branchendachverband IFPI und die britische BPI unterstützen den Vorstoß der US-amerikanischen RIAA, mit Rechtsmitteln gegen P2P-Nutzer vorzugehen. Die Koalition der Willigen äußert sich allerding in vorsichtigen Worten. „Dieser Schritt fällt niemandem leicht“, meint etwa IFPI-Chef Jay Berman. „Aber es ist für uns von immenser Bedeutung, die Lebensentwürfe von vielen tausenden von Menschen zu beschützen, die selber Musik machen oder in der Musikbranche arbeiten.“ Die Zahl in den P2P-Netzwerken zu findenden Songs sei binnen kürzester Zeit dramatisch gewachsen, momentan sind es nach IFPI-Schätzungen zu jeder Zeit eine Mrd. Songs. Gleichzeitig sei die Zahl der Nutzer von drei auf fünf Mio. gestiegen. Laut Berman hätten Online-Piraten zu Recht mit juristischen Schritten zu rechnen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass es ein vorangiges Ziel der Musikbranche sein müsse, legale Musikangebote durchzusetzen. Auch die britische BPI fordert für die Musikbranche das Recht ein, sich vor Diebstählen zu schützen. Rechtliche Schritte ließen sich nicht vermeiden, wenn fortlaufend und bewusst gegen Gesetze verstoßen würde. Aber auch BPI-Generaldirektor Andrew Yeates betonte, dass es inzwischen legale Musikangebote im Netz gebe, deren Möglichkeiten die Musikbranche nun ausschöpfen müsse. Berman und Yeates wiesen auf die kürzlich ins Leben gerufene Info-Site Pro-Music über legale Online-Angebote hin.
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