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IFPI setzt auf härtere Pirateriestrafen

Die IFPI ist zuversichtlich, dass es noch vor der EU-Osterweiterung zu einer Verschärfung der Strafen für Raubkopierer und illegale Filesharer kommt. Über eine entsprechende Initiative werde im Februar im EU-Parlament abgestimmt.

Die IFPI ist zuversichtlich, dass es noch vor der EU-Osterweiterung zu einer Verschärfung der Strafen für Raubkopierer und illegale Filesharer kommt. Über eine entsprechende Initiative werde im Februar im EU-Parlament abgestimmt. „Wir sind diesbezüglich wesentlich optimistischer als noch vor einigen Jahren“, sagt IFPI-CEO Jay Berman. Noch im Dezember habe man im Rechtsausschuss des EU-Parlaments Gehör gefunden. Der Ausschuss hat nun eine Empfehlung an die Abgeordneten in Straßburg gegeben, in der er ein strengeres Vorgehen gegen Internetpiraten und Schwarzbrenner anmahnt. Unter anderem sieht der Strafenkatalog dann Geld- und Gefängnisstrafen und die Beschlagnahme von Bankkonten vor. Die Strafen sollen auch auf Individuen angewendet werden können, die des illegalen Downloads überführt werden. Berman hofft, dass die EU-Parlamentarier dieser Gesetzesänderung im Februar zustimmen werden, damit die so genannte „Enforcement Directive“ noch vor Mai in Kraft treten kann. Dann vergrößert sich die Europäische Union um weitere zehn Länder, die nach Ansicht der IFPI derzeit zum Teil noch Pirateriehochburgen sind.