Bei einem Gipfeltreffen mit Vertretern der pakistanischen Regierung in der vergangenen Woche machte eine Delegation der Verbände IFPI, RIAA und BSA (Business Software Alliance) deutlich, dass die Musik- und Software-Branche deutlich mehr Engagement im Kampf gegen Piraterie erwartet. Aus Pakistan erreichen inzwischen mehrere Millionen Counterfeit-CDs jährlich die internationalen (Schwarz-)Märkte. Laut der IFPI droht Pakistan in dieser Hinsicht „das nächste Russland“ zu werden – schwarzgebrannte CDs aus Pakistan wurden bereits in über 20 Ländern gefunden. Bei ihrem Treffen mit den Innen- und Handelsministern legte die Delegation ihre Forderungen auf den Tisch: Die pakistanische Regierung solle endlich Gesetze schaffen, die die Geschäftstätigkeit von Presswerken reglementiert. Zudem erwarten die Branchenverbände, dass Polizei und Ermittlungsbehörden im Umgang mit der organisierten Piraterie-Kriminalität besser geschult werden. Man sei bereit, der pakistanischen Regierung in dieser Aneglegenheit beratend zur Seite zu stehen. „Wenn Pakistan im Zeitalter der Informationstechnologie wirtschaftlich eine Rolle spielen will, muss die Piraterierate drastisch gesenkt werden. Sie ist viel höher als in anderen Schwellenländern“, so Jawad al-Redha, Co-Chairman der BSA Middle East.
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