Die IFPI geht gegen gewerbliche Tonträgerpiraten in Russland vor. Dazu hat der internationale Dachverband der Tonträgerbranche in sieben Fällen Klage auf Schadensersatz in Höhe von insgesamt mehr als 1,3 Mio. Dollar gegen die Betreiber des Presswerks Russobit-Soft eingereicht. Ihnen wird vorgeworfen, illegale Kopien von CDs mehrerer internationaler Acts gefertigt zu haben. Im August hatten die Presswerk-Betreiber bereits aus ähnlichen Gründen eine Lizenz zur CD-Herstellung verloren, aber dennoch weiterhin Datenträger hergestellt. Die IFPI will in den kommenden Monaten zudem weitere rechtliche Schritte gegen andere russische Presswerke anstrengen, die ebenfalls Bootlegs erstellt haben sollen. Nach IFPI-Angaben steht Russland hinter China auf Rang zwei in der Reihenfolge der weltweit größten Piraterie-Märkte. Die Zahl der Presswerke habe sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt, die Produktionskapazität verdreifacht. In russischen Presswerken hergestellte Raubkopien wurden nach Untersuchungen der IFPI bereits in 26 Ländern gefunden. IFPI-Chairman Jay Berman bezeichnete die Piraterie in Russland als „ernstes Problem“.
IFPI nimmt russische CD-Werke ins Visier
Die IFPI geht gegen gewerbliche Tonträgerpiraten in Russland vor. Dazu hat der internationale Dachverband der Tonträgerbranche in sieben Fällen Klage gegen die Betreiber eines Presswerks eingereicht.


