Musik

IFPI lobt Entwicklung in Polen

Die Tonträgerbranche begrüßt die kürzlich vom polnischen Parlament verabschiedeten Regulierungsvorschriften für den schnell wachsenden Duplikations-Markt im EU-Beitrittsland.

Die Tonträgerbranche begrüßt die kürzlich vom polnischen Parlament verabschiedeten Regulierungsvorschriften für den Duplikations-Markt im EU-Beitrittsland. Alle polnischen Hersteller optischer Speichermedien müssen ihre Produkte demnach künftig mit einem Code ausstatten, über den sich die Herkunft der Discs nachweisen lassen soll. Außerdem geben die neuen Vorschriften den Behörden das Recht zu zufälligen Prüfungen der Fertigungshäuser. Obwohl der polnische Tonträgermarkt zu den größten im Osten Europas zählt, ist die Pirateriequote mit 45 Prozent nach IFPI-Angaben „unakzeptabel“. Laut IFPI-Chairman Jay Berman ist die Produktpiraterie, die u. a. von den Überkapazitäten bei der Herstellung optischer Speichermedien begünstigt werde, „eine der weltweiten Hauptbedrohungen der Musikbranche“. Polen habe nun mit seinen neuen Vorschriften die Vorreiterrolle unter den EU-Beitrittskandidaten eingenommen. Stefan Krawczyk, IFPI Regional Director Eastern Europe, betonte, dass dieser Schritt notwendig gewesen sei, nachdem die Märkte in Bulgarien und der Ukraine bereits in den 90-er Jahren durch Raubpressungen „zerstört“ worden seien: „Wir sollten nun alle anderen Regierungen der Region darin unterstützen, vergleichbare Vorschriften zu erlassen.“