Die Betreiber der Plattform KaZaA haben am 5. Dezember noch bis Mitternacht australischer Zeit Gelegenheit, um die gerichtlich verfügten Filter in ihr System zu implementieren. IFPI-Chairman John Kennedy betonte, nun sei es an der Zeit zu handeln. Die Musikbranche beobachte genauestens, ob KaZaA die Anordnung respektiere und befolge. Als CEO des australischen Phonoverbands ARIA unterstreicht auch Stephen Peach, dass es für die KaZaA-Betreiber von Sharman Networks nun an der Zeit sei, ihren Ankündigungen Taten folgen zu lassen.
Am 24. November hatte ein australisches Gericht das KaZaA-Mutterunternehmen Sharman ultimativ aufgefordert, bis zum 5. Dezember die Links zu urheberrechtlich geschützten und nicht lizenzierten Titeln von seiner Plattform zu entfernen oder den Dienst komplett einzustellen. Diese Fristsetzung erfolgte zwei Monate nachdem das Bundesgericht Australiens in einem Urteil entschieden hatte, dass Sharmann zu Urheberrechtsverletzungen beigetragen habe. Kurz nach der Fristsetzung hatte Sharman betont, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten.


