Die IFPI sieht der von der EU-Wettbewerbskommission angekündigten Untersuchung bezüglich einer wettbewerbsfeindlichen Konzentration im Online-Musikmarkt durch die Major-Allianzen MusicNet und pressplay, gelassen entgegen. IFPI-Chairman Jay Berman erklärte im in London, die Untersuchung stelle keine Bedrohung für die im Aufbau befindlichen Online-Vertriebsmodelle der Major-Konzerne dar. Die Überprüfung durch die EU sei ein Routineprozess, der aber keinen negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Dienste haben werde. Der Ankündigung der EU-Wettbewerbskommission waren zahlreiche Beschwerden von Independent-Firmen vorangegangen, die fürchten, durch die beiden Major-Projekte aus dem lukrativen Markt der Online-Musikdistribution gedrängt zu werden. Ein MusicNet-Sprecher erklärte daraufhin: „Wir haben von Anfang an nicht nur mit den Majors sondern auch mit den Indies verhandelt. Das Ziel von MusicNet ist, ein möglichst solides und umfassendes Content-Angebot bereit zu stellen.“ Wettbewerbskommissar Mario Monti hatte in Stockholm die Untersuchung der Projekte angekündigt: „Der Musikmarkt weist eine hohe Konzentration auf wenige Firmen auf. Es ist deswegen grundsätzlich Besorgnis erregend, wenn die fünf Majors eine Kooperation miteinander eingehen.‘
IFPI hat keine Angst vor EU-Untersuchung
Die IFPI sieht der von der EU-Wettbewerbskommission angekündigten Untersuchung bezüglich einer wettbewerbsfeindlichen Konzentration im Online-Musikmarkt durch die Major-Allianzen MusicNet und pressplay, gelassen entgegen.


