In Mexiko gelang den Behörden in Zusammenarbeit mit den Piraterieverfolgern der IFPI ein Schlag gegen die Piraterie. Der Rekordwert von mehr als 15 Mio. beschlagnahmten CD-Rs beweise die verstärkten Bemühungen der mexikanischen Behörden bei der Piraterieverfolgung, betonten Fernando Hernandez vom lokalen IFPI-Ableger AMPROFON und Raul Vazquez als IFPI-Direktor für die Region Lateinamerika. Die CD-Rs wurden nach acht Monaten langen Ermittlungen in Lagerhäusern in Mexiko City sowie in zwei Hafenstädten aus dem Verkehr gezogen. Sie seien nicht ordnungsgemäß deklariert gewesen, ließen sich aber dennoch einem Unternehmen zuordnen, das Raubkopierer auf den Straßenmärkten des Landes mit unbespielten CD-Rs beliefere.
Durch die grassierende Piraterie verbuchte das Musikgeschäft in Mexiko von 2000 bis 2003 Einbußen in Höhe von 48 Prozent; die Zahl der Beschäftigten in der Musikbranche halbierte sich ebenso wie die Zahl der Veröffentlichungen heimischer Künstler. Im Jahr 2000 rangierte das Land auf Rang acht der internationalen IFPI-Pirateriestatistik. Dank der wachsenden Anstrengungen in der Pirateriebekämpfung fiel Mexiko bis 2003 laut IFPI-Angaben aus den Top Ten dieser Statistik.


