Musik

IFPI bringt Online-Verträge auf den Weg

Einen wichtigen Schritt zum Schutz von urheberrechtlich geschützter Musik im Internet vermeldet die IFPI.

Einen wichtigen Schritt zum Schutz von urheberrechtlich geschützter Musik im Internet vermeldet die IFPI. Am Dienstag ratifizierte Honduras als 30. Land den internationalen Urheberrschutzvertrag WIPO Phonograms and Performances Treaty (WPPT), womit die Mindestzahl an Teilnehmerländern erreicht ist, um die Verträge am 20. Mai 2002 weltweit in Kraft treten zu lassen. Der von der World Intellectual Property Organization (WIPO) aufgesetzte Vertrag legt erstmals ein gesetzliches Regelwerk für den weltweiten Schutz von Musikaufnahmen bei der Übertragung im Internet fest. Der Vertrag bestätigt die Plattenfirmen als Besitzer der exklusiven, weltweiten Rechte der Aufnahmen, die sie im Internet zur Verfügung stellen. Zudem erkärt der WPPT, dass technologische Schutzmechanismen für Musikdateien wie Verschlüsselungssysteme oder Kodierungen nun auch rechtlich gegen Hackerangriffe geschützt sind. IFPI-Chairman Jay Berman erklärte: „Der Vertrag stärkt unsere Industrie in der Verteidung gegen Musikpiraterie im Internet. Er legt die nötige Grundlage für die Pläne der Plattenfirmen, ihre Online-Vertriebswege zu etablieren.“ Jorgen Larsen, Chairman & CEO von Universal Music International, sagte: „Die WIPO-Verträge sind ein essentieller Meilenstein für den Schritt ins Zeitalter der digitalen Distribution.“ Bereits ein erreichte ein anderer WIPO-Vertrag die notwendige Anzahl von 30 Mitgliedsländern, als das afrikanische Gabon dem World Copyright Treaty (WCT) beitrat. Dieses Gesetzt tritt am 6. März in Kraft.