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IFPI begrüßt EU-Entscheid zur Pirateriebekämpfung

Der Rechtsausschuss des Europaparlaments verabschiedete kürzlich einen Bericht zur Pirateriebekämpfung, der u.a. ein höheres Strafmaß für gewerbliche Raubkopierer vorsieht.

Der Rechtsausschuss des Europaparlaments verabschiedete Ende der vergangenen Woche einen Bericht zur Pirateriebekämpfung, der u.a. ein höheres Strafmaß für gewerbliche Raubkopierer vorsieht. Als European Regional Director der IFPI begrüßte Frances Moore diesen Schritt: Das EU-Parlament habe schon in der Vergangenheit bewiesen, gegen Piraterie und Produktfälschungen vorgehen zu wollen. Nun sei die Politik dabei, die angekündigten Anti-Piraterie-Bestimmungen auch zu einem effektiv nutzbarem Werkzeug zu machen. Der von der französischen EU-Parlamentarierin Janelly Fourtou vorgelegte Bericht orientiert sich an einer früheren Empfehlung, der EU-Kommission. Piraten müssen demnach im Falle ihrer Überführung mit Haft- und Geldstrafen rechnen, außerdem können ihre Konten eingefroren werden. Im Gegensatz zur Empfehlung der Kommission bezieht sich der Fourtou-Bericht allerdings nur auf gewerbsmäßige Piraterie – die Kommission hatte vergleichbare Schritte auch gegen schwarzbrennende Privatpersonen angeregt. Der Fourtou-Bericht muss nun noch vom Europaparlament beschlossen werden. Um dies reibungslos zu gewährleisten, will die Parlamentarierin die Vorlage so zur Abstimmung bringen, dass sie im Frühjahr 2004 noch vor der EU-Osterweiterung im Mai über die Bühne geht.

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