Großbritannien, Deutschland und Frankreich sind nach Informationen der Londoner IFPI-Zentrale europaweit die größten Märkte für Musikdownloads über Internet und Mobiltelefon. Während aber in Großbritannien und Deutschland das Onlinegeschäft den Markt dominiere, entfielen in Frankreich schon mehr als die Hälfte aller Musikverkäufe im Digitalgeschäft auf mobile Anwendungen, in Italien seien es im ersten Halbjahr 2005 gar 80 Prozent gewesen. Das bestätigte IFPI-Chairman John Kennedy bei der Präsentation des „Digital Music Report“ am 19. Januar in London.
Auf dem britischen Markt habe sich die Zahl der verkauften Trackdownloads mit 26 Mio. Exemplaren im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht, zählte Kennedy auf, in Deutschland sei es mit 21. Mio. Downloads zu einer Verdreifachung des Marktvolumens gekommen und in Frankreich schnellte die Zahl der digital verkauften Songs von 1,5 Mio. im Jahr 2004 auf acht Mio. im abgelaufenen Jahr hoch.
Nach Marktanteilen sieht die IFPI iTunes europaweit an der Spitze. Obwohl Musicload bislang nur auf dem deutschen Markt präsent ist, reicht es dank der Marktführerschaft hier zu Lande international immer noch zum zweiten Rang vor den verschiedenen MSN-Angeboten.


