Der idkv – Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft kritisiert die aktuelle Regelung zur Besteuerung ausländischer Künstler als „gänzlich untauglich“ und verlangt eine umfassende Modernisierung der Steuergesetzgebung in dieser Frage. idkv-Präsident Jens Michow hält es für „völlig weltfremd, anzunehmen, dass ein ausländischer Musiker eine Steuererklärung nach deutschem Recht abgibt, um Absetzungsmöglichkeiten zu nutzen, die sogar ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer wegen ihrer Komplexität ungenutzt lässt.“ Vor allem aber sei nicht hinnehmbar, dass ausländische Künstler zunächst die Pauschalsteuer zahlen müssen und damit auf ein nachträgliches Erstattungsverfahren angewiesen sind. „Warum sollte es nicht möglich sein – wie etwa in Großbritannien oder den Niederlanden – bereits im Vorwege einer Veranstaltung bei einer zentralen Stelle unter Nachweis der Kosten die effektive Bemessungsgrundlage festlegen zu lassen?“ So könne auch eine vorläufige Übersteuerung vermieden werden. Laut Michow habe das Bundesministerium für Finanzen jedoch bislang jede konstruktive Beteiligung des Verbandes an der Neuregelung abgelehnt. Wenn sich das Ministerium weiter einer „praxisgerechten und handhabbaren Lösung“ verweigere, drohe die deutsche Regelung erneut vor dem Europäischen Gerichtshof zu kippen, mahnt Michow an.
idkv fordert Reform der Ausländersteuerregelung
Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft kritisiert die aktuelle Regelung zur Besteuerung ausländischer Künstler als „gänzlich untauglich“ und verlangt eine umfassende Modernisierung der Steuergesetzgebung in dieser Frage.


