Der Major möchte damit bei seinen SACD-Veröffentlichung der noch geringen Verbreitung von SACD-Playern Rechnung tragen, erzählt Roland Ott, Project Manager New Formats International bei der Deutschen Grammophon. „Das ist zunächst eine Übergangslösung. Aber wir haben deutliche Signale aus dem Handel erhalten, dass die Käufer die Hybrid-SACDs den Non-Hybriden vorziehen.“ Dennoch wolle Universal nicht nicht darauf verzichten, „die vielfältigen Möglichkeiten der SACD zu diesem relativ frühen Zeitpunkt der Markteinführung des neuen Formats anzubieten. Alle Sound-Vorteile können ohnehin nur Besitzer von SACD-Playern genießen. Unser Ziel ist es, ein neues hochwertiges und kopiergeschütztes Sound-Format durchzusetzen.“ Zu den ersten Veröffentlichungen zählten Erfolgsalben des Klassikkatalogs, darunter die „Italian Arias“ von Cecilia Bartoli und „Sentimento“ von Andrea Bocelli. Aber auch Klassiker des Katalogs wie Carlos Kleibers „Symphonien Nos. 5 & 7“ aus den Jahren 1974/76 wurden nach Maßgabe der Klangmöglichkeiten von SACD komplett neu abgemischt und profitieren von der SACD-Technologie, die einen wärmeren, klareren und räumlicheren Klang bietet: Alle Discs verfügen nun über 5.1-Surround-Sound. Bis Jahresende plant Universal insgesamt 50 SACD-Veröffentlichungen, als nächste erscheint „Bel Canto“ von Renée Fleming am 3. März, deren CD-Pendant in diesem Jahr für einen Grammy nominiert ist (die Gewinner waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt). Parallel zu den Hybriden sollen zudem drei bis vier VÖs pro Jahr als reine SACD erscheinen, wie aktuell Richard Strauß‘ „Alpensymphonie“ mit Christian Thielemann oder Bernsteins „West Side Story„.
Hybrid-SACDs von Universal Classics & Jazz
Universal Classics & Jazz setzt bei den SACD-Veröffentlichungen seiner Label Deutsche Grammophon, Decca und Philips auf die Hybridform der Tonträger. Bis Jahresende sollen insgesamt 50 Alben in den Läden stehen.



