Die Übernahme wurde erforderlich, weil Koch Digitaldisc wegen Investitionen in neue Technologien wie Digital Versatile Disc (DVD) einen hohen Kapitalbedarf hat. Das Unternehmen setzt hohe Erwartungen in den Markterfolg der DVD. Diese Technologie wird nach Ansicht von Experten bald massenweise in der Film-, Video- und Computerindustrie zum Einsatz kommen. Koch Digitaldisc ist innerhalb der Koch-Gruppe zuständig für Technologie und industrielle Fertigung von Ton- und Datenträgern. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den führenden europäischen CD-Produzenten und ist Weltmarktführer bei innovativen CD-Meßsystemen. Seit 1997 werden auch CD-Recordable-Medien hergestellt. In den letzten fünf Jahren erzielte das Preßwerk immer ein überdurchschnittliches Wachstum. Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben zwischen 1994 und 1996 von 290 Millionen auf 416 Millionen Österreichische Schilling. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatzanstieg von rund 20 Prozent. Innerhalb der Koch-Gruppe hat Koch Digitaldisc zuletzt etwa 20 Prozent vom Gesamtumsatz erwirtschaftet.
Hoher Kapitalbedarf: Investmentbanker übernehmen Koch Digitaldisc
Der Gilde Buy-Out Fund übernimmt die Mehrheitsanteile am österreichischen Preßwerk Koch Digitaldisc. Die holländische Investmentbank -Tochterfirma der Amrocco Bank – beteiligt sich mit 84 Prozent an dem Preßwerk. Unternehmensgründer Franz Koch und das derzeitige Management halten künftig 16 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Boudewijn Molenaar, Vorstandsmitglied der Gilde Buy-Out, wird dadurch Mitglied im Aufsichtsrat von Koch Digitaldisc. Nach seinen Angaben handelt es sich bei der Transaktion wahrscheinlich um die größte österreichische Firmenübernahme in diesem Jahr.


