Die Formation um den Streetwear-Designer Nigo, der mit seinen Marken A Bathing Ape, Ice Cream und dem mit Pharrell Williams ins Leben gerufenen Billionaire Boys Club seit Jahren international Erfolg hat, besteht aus fünf Mitgliedern: Neben Nigo sind es die Rapper Ilmari und Ryo-Z, die beide seit 1994 in der HipHop-Formation Rip Slyme aktiv sind, sowie Verbal, der sich bereits als MC von M-Flo einen guten Namen gemacht hat, und Wise, der vor allem in Underground-Kreisen wirkte.
Das Debütalbum der Teriyaki Boyz erschien im November 2005 in Japan und verkaufte seither über 200.000 Kopien. Kein Wunder, denn musikalisch hat die Gruppe nichts dem Zufall überlassen und eine beeindruckende Liste von erstklassigen Produzenten verpflichtet.
Vom StreetwearStore ins Aufnahmestudio
Das überzeugte auch Def-Jam-Labelboss Jay-Z, der die Band unter Vertrag nahm und ihr Debüt jetzt weltweit veröffentlicht. „Ich hätte das Album auch auf meinem eigenen Label Bape Sounds herausbringen können“, erklärt Nigo. „Aber wer kann schon ein Angebot von Def Jam ausschlagen? Ich kenne Jay-Z seit fünf Jahren, er ist ein guter Freund.“
Auf ähnliche Weise wurden die Verbindungen zu vielen der beteiligten Produzenten geknüpft, wie Nigo erzählt: „Mit den Beastie Boys und Ad-Rock stehe ich, ebenso wie mit Pharrell Williams, schon lange in Kontakt.“ Auch Daft Punk musste er nicht lange zu einer Zusammenarbeit überreden: „Vor einem Jahr entwarf ich für sie einen exklusiven Schuh“, berichtet er. „Sie waren mir noch einen Gefallen schuldig.“ Nicht unwichtig für die Kontaktaufnahme war sein 2004 in New York eröffneter StreatwearStore, in dem viele wichtige Produzenten ein und aus gehen.
Teriyaki Boyz unter Zeitdruck
Trotz der namhaften Hilfe lief bei der Produktion des ersten Albums nicht alles rund, wie Rapper Verbal zugibt: „Wir haben in neun Monaten nur drei Songs fertiggestellt und sind dadurch in arge Zeitnot geraten. Der Rest musste dann innerhalb von neun Wochen eingespielt werden.“
Die Zeitverzögerung hatte noch einen weiteren Grund, wie Ryo-Z erklärt: „Wir experimentierten erst einmal, um herauszufinden, wie die Teriyaki Boyz klingen sollen. Als dann die Produzenten ihre Beats schickten, sind wir ins Schleudern gekommen.“ Am Ende bekamen sie jedoch alle Probleme in den Griff und spielten mit „Beef Or Chicken“ ein beeindruckend vielseitiges Album ein.


