Der King Of Rock And Soul, wie ihn seine Fans nennen, kehrt mit dieser Platte zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. Denn schon einmal, am Beginn seiner Karriere Anfang der 60er-Jahre, veröffentlichte er einige Singles für Atlantic Records wie „Just Out Of Reach“ oder „Down In The Valley“, die deutliche Country-Einflüsse aufwiesen. „Ich war wirklich glücklich, als mir mein Label erklärte, dass mein nächstes Album komplett nach meinen Vorstellungen entstehen wird“, erklärt Solomon Burke.
„Sie sagten mir, sie hätten eine Platte nach ihren Vorgaben produziert, jetzt sei ich an der Reihe.“ Der Musiker zögerte nicht lange und entschied sich für ein Country-Album. Für „Nashville“ arbeitete er sehr eng mit Produzent Buddy Miller zusammen, in dessen Haus das Album in wenigen Tagen komplett eingespielt wurde.
Unterstützende Frauenpower
Unterstützung fand er bei den Sängerinnen Dolly Parton, Gillian Welch, Patty Griffin, Emmylou Harris und Patty Loveless, die mit ihm einige herzerweichende Songs aufnahmen, die seine Vielseitigkeit unterstreichen.
„Diese Zeit im Studio war wirklich etwas Besonderes“, schwärmt Solomon Burke im Gespräch noch heute von der ausgelassenen und herzlichen Atmosphäre, die während der Aufnahmen herrschte. „Diese paar Tage waren wirklich herausragend. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mit fünf Königinnen der Country-Musik zusammenarbeiten durfte. Ich bin noch immer überwältig von dieser Erfahrung.“
Mit Muffins und Musik
Für Solomon Burke war es das erste Mal, dass er mit seinen berühmten Kolleginnen gemeinsam musizierte. „Ich erinnere mich noch ganz genau, wie Emmylou Harris gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Tochter bei uns vorbeischaute und gleich noch ein paar Muffins mitbrachte“, erzählt Burke. „Wir unterhielten uns lange über Country-Musik und spielten uns gegenseitig unsere Lieblingssongs vor. Sie liebt George Jones, und ich liebe George Jones. Mehr muss man da nicht erklären.“
Für Solomon Burke war die Zeit während der Produktion von „Nashville“ reich bestückt mit Begegnungen der besonderen Art. „Wenn es sein muss, könnte ich noch ein paar Tage davon erzählen“, meint er. Man hört den 14 Songs an, in welch ausgelassener und doch hochkonzentrierter Atmosphäre sie entstanden. An erster Stelle wäre da das gemeinsam mit Dolly Parton eingespielte Stück „Tomorrow Is Forever“ zu nennen, auf das Solomon Burke ganz besonders stolz ist.


