Musik

Hendrix‘ gleichgeschlechtliche Gesinnung

Eine neue Biografie enthüllt intime Geheimnisse.

Die Unterlagen, die Cross während seiner vier Jahre währenden Recherche zugänglich gemacht wurden, hatte bis dato nie jemand zu Gesicht bekommen. Umso größer ist nun das Medienecho: Denn den Aufzeichnungen nach wurde Jimi Hendrix im Jahr 1962 aufgrund seiner homosexuellen Neigungen aus dem Militärdienst entlassen. Der bei einem Fallschirmsprung gebrochene Knöchel, den Hendrix Zeit seines Lebens als Grund für die frühzeitige Dienstquittierung anführte, findet sich in keiner seiner Akten.

Stattdessen absolvierte der zwangsrekrutierte Hendrix mehrere Besuche beim Militär-Psychiater. In zahlreichen Sitzungen erzählte der damals 19-Jährige, dass er sich in einen Kompaniesoldaten verliebt habe und zunehmend dem Masturbieren verfalle. Wenig später war Hendrix zurück im Zivilleben und begann seine Karriere als Gitarrengott.

Ladyland ade?

Dass die Geschichte zwar wahr, aber eine trickreiche Notlüge gewesen ist, beweist nicht nur Hendrix legendärer Hunger auf das weibliche Geschlecht. Politisch verklären lässt sich die Tat des Kriegsdienstverweigerers allerdings auch nicht: Entgegen seinem späteren Image war Hendrix ein erklärter Anti-Kommunist, der zur Rolle der USA in Vietnam kaum Stellung bezog.

Sein Biograf kommt zu dem Schluss, dass Hendrix‘ Motivation allein dem Drang entsprang, sein musisches Talent in der Öffentlichkeit auszuleben. Auch ansonsten lebte sich das Voodoo Child bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1970 aus. Neben vielen anderen neuen Entdeckungen will Cross auch eine gute alte Bekannte unter den zahlreichen Eroberungen von Hendrix ausgemacht haben: Ihm zufolge hatte der Womanizer ein geheimes Verhältnis mit Brigitte Bardot.