Musik

Hendrix‘ Elternhaus gerettet

Die Pilgerstätte sollte abgerissen werden.

Leon Hendrix setzte dabei nicht nur Himmel und Hölle in Bewegung, sondern im Endeffekt gleich das ganze Häuschen. Denn um die über und über graffitiverzierte Kultstätte vor dem Abriss zu bewahren, musste dessen Standort verlagert werden.

Eigentlich nichts Neues, denn schon 2001 musste die frühe Übungswerkstatt von Jimi Hendrix zwangsverschoben werden. Damals musste Platz für den Bau von Sozialwohnungen gemacht werden. Nun hat das brüchige Mauerwerk aber scheinbar seinen Frieden gefunden: Das einstöckige Heim steht auf einem Wohnmobilpark nördlich von Hendrix‘ Heimatstadt Seattle, ganz in der Nähe des Friedhofs, auf dem die Musik-Ikone begraben liegt.

Home sweet home

Geht es nach Hendrix‘ Bruder, soll in dem Gebäude ein kleines Museum sowie eine Bildungsstätte eingerichtet werden. Fraglich ist, ob aus diesem Vorhaben etwas wird. Denn obwohl der langjährige Rechtsstreit mit der Stadt Seattle nun beigelegt ist, ärgert sich Leon nach wie vor mit seiner Stiefschwester Janie herum. Die hatte nach dem Tod des Gitarristen einen Großteil seines Besitzes geerbt und macht seither beständig Probleme.

Neben Hendrix‘ Heim steht derzeit auch eine andere Örtlichkeit von musikhistorischer Bedeutung im Fadenkreuz der Städteplaner: Das Geburtshaus von Ringo Starr soll ebenfalls abgerissen werden. Eine Lösung für den Erhalt des Liverpooler Reihenhauses wurde bislang jedoch nicht gefunden.