Musik

Hélène Grimaud versenkt sich in Chopin und Rachmaninoff

Bereits in ihrer Jugend interpretierte die Ausnahmepianistin Hélène Grimaud die zweiten Klaviersonaten von Sergei Rachmaninoff und Frédéric Chopin. Nun findet sie zu ihnen zurück. Auf ihrem zweiten Konzeptalbum (Deutsche Grammophon/Universal Classics & Jazz) befasst sie sich mit „Liebe, Tod und Transzendenz“.

“Die Idee hatte ich in Japan, wo ich ein Chopin-Recital von Maurizio Pollini hörte“, sagt Hélène Grimaud. „Während ich Pollini zuhörte, kam mir der Gedanke: Warum beraubst du dich dieser Musik? Es war ein Augenblick von fast erschreckender Klarheit und Bedeutung.“ Die Sonate in b-moll handelt vom Tod – mit dem berühmtesten Trauermarsch als Kopfthema. Rachmaninoffs Sonate Nr. 2, die im Exil entstand, spricht voller Wehmut über Trauer und Abschied. „Mein Vater hatte mir die Horowitz-Aufnahme gekauft“, erinnert sich Hélène Grimaud. Damals war sie gerade mal 14 Jahre alt. „Ich war wie gebannt und wusste, dass ich das Werk aufnehmen musste.“ Sie lernte es innerhalb von nur einer Woche und machte noch mit 15 Jahren eine Aufnahme, rührte die Sonate seither jedoch nicht mehr an.

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