Musik

Harte Strafe für englischen Musikpiraten

Ein Gericht in Sheffield hat den Betreiber einer Pirateriewerkstätte zu sechs Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 37.500 britischen Pfund verurteilt.

Ein Gericht in Sheffield hat den Betreiber einer Pirateriewerkstätte zu sechs Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 37.500 britischen Pfund verurteilt. Die Haftstrafe ist für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich trägt der Verurteilte die Gerichtskosten in Höhe von 6000 Pfund. Vergangenen Oktober hatte die englische Polizei mit Unterstützung der BPI – British Phonographic Industry die Kopierwerkstatt des nun Verurteilten ausgehoben, nachdem der Phonoverband auf Märkten und CD-Börsen in der Gegend um Barnsley ein vermehrtes Auftreten von Piraterietonträgern festgestellt hatte. David Martin, Director of Anti-Piracy beim britischen Phonoverband, zeigte sich zufrieden mit dem Urteil: „Normalerweise werden so hohe Strafen nur in Verbindung mit Drogenvergehen ausgesprochen. Die Justiz nimmt vermehrt zur Kenntnis, dass solche Musikpiraten Piraterienetzwerke aufgebaut haben, die die Musikindustrie mehrere Millionen Pfund im Jahr kosten.“