Musik

Handschellen für den „King Of Pop“

Diesmal waren es keine Fans, die auf Jacko warteten, als seine Maschine landete. Es waren Cops – und eine kleine stählerne Überraschung.

Bereits die nächste Station war für Jackson dann schon das Hauptgefängnis – in Handschellen, via Hintereingang. Und auch, wenn nach Angaben seines Anwalts Mark Geragos bereits eine Kaution in Höhe von drei Millionen Dollar (etwa 2,5 Millionen Euro) gezahlt wurde: Der wegen „unzüchtiger und lasziver Handlungen“ mit einem 12-jährigen verhaftete Musiker musste – wie jeder andere Verdächtige – Pass und Fingerabdrücke auf dem Präsidium abgeben.

Zumindest bis zu seiner Vorführung beim Richter kann sich Michael Jackson, der nach wie vor alle Anschuldigungen als „verleumderisch und völlig unbegründet“ bestreitet, allerdings noch seiner Freiheit erfreuen. Nach etwa einer Stunde verließ er das Gebäude und fuhr zurück nach Las Vegas, wo er derzeit an einem Video arbeitet.

Vorausgegangen war dem Haftbefehl die Durchsuchung von Jackson’s Ranch „Neverland“. 70 Polizeibeamte hatten am Dienstag das Domizil des Stars genau unter die Lupe genommen und waren dabei wohl auf weitere belastende Indizien gestoßen. Kern des Problems: Jackson steht seit vielen Jahren im Verdacht, eine sexuelle Vorliebe für Kinder zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu acht Jahre Haft.