Gegründet wurde das „Hammersmith Palais de Danse“, so der ursprüngliche Name, 1919 als Tanz- und Jazz-Club. Seine herausragende Bedeutung bestand schon damals darin, dass man hier von Anfang an innovativen Stilrichtungen wie Swing oder später Bebop eine Plattform bot und somit wesentlich zu deren Verbreitung in England beitrug. Als Bill Haley und seine Comets 1957 London besuchten, traten auch sie live im „Palais“ auf. Nachdem der Laden während der Sechziger dem Zeitgeist etwas hinterher gehinkt war, schaffte er in den Siebzigern wieder den Anschluss. Jetzt standen jamaikanische Reggae-Größen wie Dillinger, Delroy Wilson oder Toots & The Maytals auf dem Programm. Letztere bescherten dem Hammersmith Palais sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde: 1980 nahmen sie in dem Londoner Club ein Live-Album auf, das bereits 16 Stunden nach dem Gig fertig gepresst in den Plattenläden stand.
Hammersmith Palais schließt: „Palais de Danse“ bittet zum allerletzten Tanz
International berühmt wurde er 1978 durch einen Song der Punkrock-Band The Clash. Aber die Geschichte des Londoner Clubs Hammersmith Palais, nicht zu verwechseln mit dem Hammersmith Odeon, reicht viel weiter zurück. Jetzt soll der Traditionsladen im April 2007 abgerissen werden und einem Bürogebäude Platz machen.



