“Metal hat aufgrund der traditionellen Hörerschaft nach wie vor eine gute Position. Dazu kommen neue Hörer von Bands wie P.O.D. und Linkin Park, Gruppen, die sich mit mehr als 150.000 Einheiten in Edelmetallregionen bewegen“, legt Thorsten Zahn, Chefredakteur vom „Hammer“ sein Redaktionsumfeld fest. Im Oktober 2001 übernahm er den Posten von Robert Müller und arbeitet seither unter dem Motto „Maximum Rock!“. Seit Anfang der 90er-Jahre, als der „Hammer“ zeitweise über 100.000 Exemplare absetzte, verzeichnete das Magazin einen stetigen Auflagenrückgang. Doch scheinen sich die Verkäufe seit dem vergangenen Jahr wieder zu stabilisieren. „Im letzten Quartal konnten wir einen Anstieg von gut sieben Prozent verbuchen.“ Das ist zwar bei 57.000 verkauften Stück ein immenser Einbruch im Vergleich zu vor zehn Jahren, aber für Zahn ist das Ergebnis schon „ganz ordentlich“.
Redaktionell hat sich das Magazin wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugewandt: „In den Neunzigern hat der Hammer den Boom mit Grunge und Alternative Rock aufgegriffen. Dabei schafften es sogar Bands wie No Doubt oder die Guano Apes auf den Titel.“ Robert Müller kam wieder auf Metal-Kurs. „Seit 1998 machen wir wieder straighten Metal und alles, was drumherum stattfindet.“ Dazu gibt es – wie im aktuellen Heft vom 24. Mai – jede Menge Interviews neben Standards wie Reviews oder „VorschlagHammer“, die aktuellen Redaktionstipps.
Zudem bietet der „Hammer“ in jedem Heft eine CD mit zwölf Neuerscheinungen. Dies kann auch eine Label-CD sein, wie zuletzt von SPV, Nuclear Blast oder Firestarter. „Hammer-Leser sind vorwiegend männlich und zwischen 18 und 34 Jahre alt“, weiß Zahn. Er glaubt, dass die Leser jünger werden, nicht zuletzt dank des Booms von deutschen und amerikanischen Bands. „Die steigen ein mit ‚Bravo“, wo sie was über Slipknot lesen können, und wir wollen sie weiter zur Rockmusik führen.“


