Auf Ina Müller und ihre Kollegin Edda Schnittgard wurde Heinz Canibol von 105 Music schon vor Jahren aufmerksam, als die beiden unter dem Namen Queen Bee auf deutschen Kleinkunstbühnen auftraten. Aber man weiß ja, wie das bei den Majors ist, gesteht Canibol verschmitzt im Rückblick: Dauernd kommt was dazwischen, immer hat man andere Prioritäten, als gute neue Künstler unter Vertrag zu nehmen.
Das Kapitel Queen Bee ging 2005 nach elf Jahren zu Ende – und Heinz Canibol stieß danach nicht ganz zufällig wieder auf Ina Müller. Mit Beendigung der Duettphase verfolgte die multitalentierte Künstlerin nämlich neue Projekte. In kurzer Zeit avancierte sie zur Bestsellerautorin im Bereich plattdeutscher Bücher und Hörbücher. Im NDR-Fernsehen wurde sie mit ihren Serien „Land und Liebe“ sowie „Inas Norden“ zum überraschenden Quotenbringer mit stetig wachsender Popularität.
Edelstein und Arschgeweih
Und sie trat mit einem Soloprogramm live auf, bei dem sie auch Gitarrist Hardy Kayser aus der Band von Annett Louisan begleitete. Da konnten Heinz Canibol und sein Partner Roman Rybnikar nicht länger zuwarten, also banden sie die Künstlerin vertraglich an sich – manchmal dauert es eben ein paar Jahre länger, bis man sich einen echten Edelstein gönnt.
Wobei Ina Müller in dieser Hinsicht nicht der erste Coup von 105 Music ist, wie man seit Annett Louisan, Stefan Gwildis, Cosmo Klein und Henni Nachtsheim weiß. Louisans Produzent und Textdichter Frank Ramond zeichnet zudem für die zwölf Stücke auf Ina Müllers Debütalbum verantwortlich, und ironisch freche Lieder wie „Bye Bye Arschgeweih“ oder nachdenkliche Nummern wie „Auf halber Strecke“ glänzen nicht zuletzt deshalb mit originellen Texten.
Neuer Stern am Musikhimmel
Dass die blonde Sängerin jahrelange Bühnenerfahrung und professionelles Auftreten mit höchst sympathischer Ausstrahlung verbindet, davon konnten sich die Gäste eines Showcases überzeugen, mit dem Ina Müller in Hamburg ihr Album vorstellte, das am Freitag, dem 13. Oktober, in den Handel kommt. Nach dem Auftritt waren sich alle einig: Das kann was ganz Großes werden.
Sales Representative Otmar Ilsemann vom Sony-BMG-Vertrieb zeigte sich ebenso schwer beeindruckt wie Händler Jörg Hottas vom AMM, und auch die anwesenden Radioleute waren von Ina Müllers Charme und Können bezirzt. Dabei zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Künstlerin genauso wie ihre Labelkollegin Annett Louisan durchaus nicht nur die älteren Hörer ansprechen dürfte, wie es das Konzept von 105 Music in beiden Fällen vorsah.
Musik für jedes Alter
Zwar ist Ina Müller, wie der Titel ihres Albums schon sagt, weiblich, ledig und 40 – aber ihre pfiffigen Lieder haben das Potenzial, alle Altersklassen zu erreichen, denn Arrangements und Texte sind alterslos, und die Frau kommt einfach bestens rüber. Parallel zur Produktion des Albums kam es übrigens zur Vereinbarung mit Funke Media, zur Veröffentlichung eine zehn Städte umfassende „Schnuppertournee“ von Flensburg bis Düsseldorf auf die Beine zu stellen.
Heinz Canibol erzählt: „Nach kürzester Zeit waren Konzerthallen wie die Musikhalle in Hamburg restlos ausverkauft. Mittlerweile gilt dies für sieben von den zehn Konzerten, und es muss mit einer völlig ausverkauften,Schnuppertournee‘ gerechnet werden. Folgerichtig werden schon Wiederholungskonzerte und neue Termine für das Frühjahr 2007 gebucht.“ Bei Funke Media freut sich Günther W. Maienschein als Tourmanager auf die Zusammenarbeit. Er bringt die Sache auf den Punkt: „Ina hat was.“


