Musik

Große Hallen verlieren an Zuschauern

Trotz eines insgesamt guten Jahres für die britische Live-Entertainment-Industrie meldet die National Arenas Association enttäuschende Zahlen für das Jahr 2003.

Trotz eines insgesamt guten Jahres für die britische Live-Entertainment-Industrie meldet die National Arenas Association (NAA) enttäuschende Zahlen für das Jahr 2003. In dem Branchenverband sind die Betreiber von 16 Konzerthallen mit einer Kapazität von jeweils mehr als 5.000 Besuchern zusammengeschlossen. Laut NAA ging die Zahl der Aufführungen im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 991 zurück, die Besucherzahlen sanken dabei um 20 Prozent auf 5,67 Mio. Von den 991 Veranstaltungen waren 575 musikalischer Art – ein Rückgang gegenüber 2002 um 15 Prozent. Der Chef der NAA, Peter Tudor, führt den Rückgang auf den Irakkrieg zurück. Dieser sei schuld daran, dass weniger US-amerikanische Künstler auf Tour nach Übersee gingen. Mit 36 Acts aus den Vereinigten Staaten beehrten zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor die Spielstätten der NAA. Im Gegenzug stiegen aber die Ticketpreise für Musikkonzerte um 17,7 Prozent, was vor allem auf die hohen Preise bei den Konzerten der Rolling Stones zurückzuführen ist. Die meisten britischen Fans erreichten im Jahr 2003 Westlife mit 407.503 Konzertbesuchern, gefolgt von Justin Timberlake. Ihn wollten 325.000 Briten sehen.

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